Mi 08 Okt, 2008 19:33
Maraxus hat geschrieben:1. Nahrungsversorgung:
Fischerei: 1000 Fischer (1/3 Küste, 2/3 offenes Gewässer), vielleicht 10-15 Leute versorgt pro Fischer.
Maraxus hat geschrieben:Landwirtschaft: Die kleine Halbinsel ist gut mit Karren zur Versorgung geeignet und hat 40.000 km². Schätzungsweise 40% landwirtschaftlich nutzbar (Ackerbau oder Viehhaltung). Hab das grade durchgerechnet und recherchiert: Mit 5000 Bauern nicht zu schaffen, das wären ja 3,2 km² pro Person. Bessere pro Personen Abschätzung wären 50.000 auf dem Land, aber dann hätte man ja, wenn das alles an die Stadt gehen würde, schon 200.000 versorgt. Also würde ich das Gebiet auf ein Viertel kürzen, macht vielleicht 13.000 Bauern und 52000 Leute versorgt.
Bleiben Importe für 60.000 Leute. Siehe "Wirtschaft" um zu sehen, wo das Geld dafür herkommt.
Maraxus hat geschrieben:Edit: Die Nahrungsimporte konnten natürlich Problemlos von den Ork die Küste nach Südosten runter kommen, da müsste man nicht weit das Axthiebmeer runter fahren. Ich denke aber für die kulinarische Vielfalt sollten auch so 30-40% der Nahrungsimporte von Nordahejmschen Händlern kommen (bzw. einheimische Händler, die nach Nordaheim zum Einkaufen fahren.
3. Wirtschaftliche Tragbarkeit:
Ja, es muss ordendlich Nahrung importiert werden. Mit welchem Geld:
-Orkisch/Menschlicher Handel: Extrem lukrative Position, wie es sie auf der Erde selten gab: Orks die sich Menschlichen Siedlungen nähern werden meist genauso brutal begrüßt wie umgekehrt, daher sollte aller Handel hier drüber laufen, wo man ganz gut miteinander auskommt.
-Komplexe/Exotische Güter: Eine Stadt die viel Zuwanderung von weit her hat hat auch Know-How von weit her und somit bei der Erzeugung komplizierter Küter (Maschienen, vielleicht Uhrwerke) in dieser Gegend wieder Monopolstellung.
Und wie ist das mit den Schwertern, geschmiedet von einem Schmied der einen Oger als Gehilfen hat? Wahrscheinlich ein Stück besser als ein normales Schwert und Leute mit Geld sind gewöhnlich bereit für das kleine bischen Überdurchschnittlichkeit sehr viel extra zu zahlen (schau dich nur im Spiel um. Selbes gilt für die feinen Waren die von den geschickten kleinen Finger der Halblinge und Goblins gefertigt wurden (nach anweisung eines Handwerksmeisters, wie es ihn in Goblin- und Halblinglanden nicht gibt)
-Massenware: Wie schon geschrieben, wenn etwas erst einmal groß ist, dann wird es schnell größer, ein Punkt ist, dass große Städte Fabrikartige Betriebe erlauben, Weberein, Papierwerke, Töpfereien, Glasbläserein und selbstverständlich Stahlwerke. Das braucht alles kein sonderliches Technisches Verständniss (auch wenn es hilft), aber spezialisierte Arbeiter und vor allem Massenfertigung
Und natürlich:
-Illegale Güter: Im Orkland sind Orksklaven Verboten, im nahegelegenen Nordahejm wahrscheinlich jegliche Sklaven, ein Plus für diese Stadt, die da kein Problem hat (besonders zusammen mit dem Punkt Orkisch/Menschlicher Handel). Und ich erwähnte schon die Drogen, kein Problem hier, daher können sie hier produziert, exportiert und natürlich auch sicher abgesetzt werden, wenn man aus Versehen etwas Überschuss hat.
Des weiteren wären da die Freigeister, die sich mit dunkler Magie beschäftigen. Reiche Händler kommen in die Stadt und kaufen sich einen Arbeitszombie oder konsultieren einen Dämon für wichtige Entscheidungen und lassen extrem viel Geld da.
-Schmugel/Piraterie: Wenn man etwas bei den Nordahejmern klaut oder plündert wird man es dort kaum los. Also in diese Stadt damit und billig verscheuern. Das selbe gild für die zahlreichen "Helden", die in kleinen Gruppen durch das Orkreich ziehen und die Orks überfallen, ausrauben und dann das Zeug zu Geld machen wollen (hier ist für die eher das Problem, das sie nicht über die Berge oder das Wasser wollen zu Orten, wo sie es gut verkaufen könnten).
Die mutigen Piraten, die jeden zweiten Sommer das Eismeer durchfahren hätten zwar vielleicht auch die Wahl, das Plündergut aus den Graulanden in Nordahejm zu verkaufen, aber Nordahejmer sind so homogen, dass sie vieles gar nicht so dringent brauchen (wie z.B. gekaperte Schiffe: Die haben selber Werften, die Orks nicht).
Die Piraten die zwischen Lothrinen und Westerdar auf Beutezug gehen machen zwar einen kleinen Extraweg bis dort hin, aber natürlich spricht gegen Nordahejm, das diese dort eventuell gesucht werden, weil sie z.B. keinen Freubeuterbrief haben, oder andere Nordahejmsche Schiffe versenkt haben, um die Konkurenz kein zu halten.
->Ich denke, die Wirtschaftliche Grundlage ist mehr als gesichert.
Maraxus hat geschrieben:4. Einpassung in Geografie, Kultur:
Kulturell gesehen kann sich die Stadt problemlos gegen Angreifer von außen wehren, die ihnen eine Kultur aufzwingen wollen. Nach der sehr wilden, langen Geschichte der Stadt haben sie auserdem gelernt, dass offene Religionsauslebung verboten gehört, was viel Toleranz schafft. Ansonsten sind die unterschiedlichen Kulturen zu klein zersplittert (und im Gegensatz zu den völlig kulturlosen "Großstadtbarbaren" zahlenmäßig zu schwach) um groß zersetztende Auswirkungen zu haben. Diese Punkte schaffen es natürlich nicht, Probleme durch kulturelle Reibungen vollständig auszugleichen, was zu vielen Körperverletztungen und alle paar Tage einen Toten führt - aber so ein paar Tote fallen in einer so großen Stadt ja gar nicht auf.
Mi 08 Okt, 2008 20:38
Mi 08 Okt, 2008 20:56
Der Löwenanteil des Handels zwischen 3.25 Millionen Orkreichbewohnern auf der einen Seite und 1.000.000 Nordahejmern, 500.000 Lothrinienern, 750.000 Lúnasadhern und 2 Millionen Westendarnen auf der anderen Seite geht über diese Stadt. Und das berücksichtigt noch nicht den intensieven Handel mit der Stadt selber, der (wie geschrieben) bei einer Stadt dieser Wirtschaftsliberalität und kulturellen Vielfalt sicher sehr bedeutsam ist.
Mi 08 Okt, 2008 21:01
Mi 08 Okt, 2008 21:08
Aigolf hat geschrieben:Frag die Araber warum sie auch in der Wüste leben und dann auch noch soviele .
Mi 08 Okt, 2008 21:11
Mi 08 Okt, 2008 21:16
Mi 08 Okt, 2008 21:20
Maraxus hat geschrieben:Die Bauern: Meine Rechnung ist, das ein Landarbeiter sich und 4 weitere Personen versorgt. 32 Hektar halte ich für möglich.
Frage ist wie viel für die Umlandversorgung draufgeht.
*rechne*
Hm, okay, sind doch von den äusersten Höfen bis zur Stadt so 4 Tage Fußmarsch. Mit dem Fluss und Küstenseglern kommen viele etwas schneller hin aber andere sind in Gegenden wo durchaus noch ein Müller, Bäcker, Schlachter sein muss. Da Gesellt sich dann noch ein Schreiner und Schneider an ... aber ich denke auch in den entfernten Gebieten ist das immernoch nur etwa eine weitere Person pro 2-3 Bauern sagen wir 2,5 und jeder zweite ist so weit von der Stadt entfernt, macht 1 pro 5 Bauern. Also produzieren 4 Bauern für 4 weitere und einer für 3 in der Stadt, das sind 5% für Umgebungsversorgung, sagen wir 10%, weil meine Rechnung sicherlich für meinen Standpunkt optimistisch war.
Die landwirtschaftliche Fläche ist der Punkt den ich einsehe. WENN beschlossen ist, dass das Orkland eher karg ist dann gehe ich gerne auf 1/3 zurück.
Maraxus hat geschrieben:Bleiben die Händler. Wie kommst du darauf, dass das so viele sein müssen? Die Händler müssen für 60.000 Nahrung ranschaffen und im selben Gegenwert andere Waren wegschaffen.
Ein Schiff von Galleren-Größe hat *check* rund 120 deadweigth tonnage, also wenn sie mit kleiner Crew segelt vielleicht 40 Tonnen Zuladung. (Edit: Ups, ich sehe das jetzt erst. Diese Abschätzung ist ja sehr schlecht. Also sind es eher kleine Handelsschiffe und weiter wie gahabt...)
Wenn man nicht so viel frisst wie wir modernen Menschen kommt man mit einem Kilo Nahrung pro Tag aus, also reichen ... Eineinhalb große Handelsschiffe. Lass es 3 sein, da ich bei Nahrung mit Dichte ca. 1 die volle Ladung erst erreicht wäre, wenn man es bis zur Reeling vollgestopft hätte und dann würde man sich auf Deck ja kaum bewegen können.
Und da andere Handelsgüter meist teurer pro Gewicht sind als Nahrung sollten diese 3 Schiffe auf ihrem Rückweg auch bereits die Exportgüter mitnehmen konnen.
So und alles, was nach diesen 3 Pro Tag kommt bringt Wohlstand. Ich denke ab 30 pro Tag sollte es die Nötige Wirtschaftsmacht haben, zur Metropole zu werden. Und um nochmal zu sagen wieso das so viel ist:
3 voll beladene Schiffe pro Tag sind schon unwahrscheinlich, 30 sind absolut wahnsinnig. Damit wäre diese Orkstadt wohl mit Abstand die größte Handelsmacht auf ganz Antamar! Wenn jedes Schiff dazu nur 10 Tage auf See ist bevor es zurückkehrt braucht man eine Flotte von mehr als 300 Schiffen - die könnte es mit jeder anderen Flotte auf Antamar aufnehmen! Ein bis zwei Schiffe pro Woche dürften das Maximum sein.Maraxus hat geschrieben:Der Löwenanteil des Handels zwischen 3.25 Millionen Orkreichbewohnern auf der einen Seite und 1.000.000 Nordahejmern, 500.000 Lothrinienern, 750.000 Lúnasadhern und 2 Millionen Westendarnen auf der anderen Seite geht über diese Stadt. Und das berücksichtigt noch nicht den intensieven Handel mit der Stadt selber, der (wie geschrieben) bei einer Stadt dieser Wirtschaftsliberalität und kulturellen Vielfalt sicher sehr bedeutsam ist.
*Seufz* Ich frage nochmal: Wieso sollte irgendjemand mit den Orks Handel treiben? Es sind sicher nicht viele nur aufgrund von Profit zu solch einer Tat bereit.Maraxus hat geschrieben:Oka, also wie passt das in die Orkische Kultur... Das kommt auf die jeweiligen Orks an. Mal schaun, es waren etwa 50.000
Ich würd mal sagen, der Großteil ... 35.000 sollten stammlose Urkarim und Harkarim, bzw Kompanielose Serkarim. - Ich würde sagen dehren Kultur entspricht das Stadtleben absolut, dass diese Stadt etwas größer als sonst ist ist da im Tolleranzbereich. Dann sind da noch vielleicht 3500 Serkarim. Für die wird es eine Umgewöhnung sein, nicht die totale Kontrolle zu haben. Aber der Unterschied zwischen Militärstrukturen und Gangstrukturen ist so klein, dass sie auch das hinbekommen. Noch dazu ist ihnen Handwerk und (innerorkischer) Handel auch gut bekannt, sie werden also den Handel auf dem Landweg bezollen und organisieren und glücklich sein. Für die 12000 Harkarim wird es am ungewöhnlichstesten sein, obwohl sie ja durchaus 12.000 Städte kennen: Daher sehe ich die vielleicht 5000 Saetrocker in ihrem Stadteil auch eher vom restlichen Leben etwas distanziert die Restlichen 7000 sollten sich so auf 3-4 Stämme aufteilen, die das ganze etwas Fortschrittlicher sehen und wahrscheinlich von den anderen Harkarim deswegen eher abfällig betrachtet werden, aber nicht so, dass darüber ein Krieg ausbrechen würde.
Maraxus hat geschrieben:Ich lasse mich auch gerne ein auf: "Das funktioniert nicht so recht mit der Klimazone, die für die Gegend geplant war." auch wenn bisher weder hier im thread noch in der Wiki karges, kühles Klima für die Gegend beschlossen war.
Piscator hat geschrieben:Zumindest der Süden des Orklandes sollte leidlich fruchtbar sein. Die Gegend liegt ungefähr auf der Höhe Norddeutschlands bzw. Neufundlands. Da ich bei der Beschreibung Nordahejms von einer schwächeren Version des Golfstroms ausgegangen bin sollte der Süden des Orklands irgendwo dazwischen liegen.
Piscator hat geschrieben:Die Gegend ist aber tendeziell deutlich kühler als Europa (wenn auch wärmer als Nordamerika).
Maraxus hat geschrieben:I(... Wobei nach den letzten beiden Posts, in den ich mir den Umfang von Schiffen und die Handelsposition klar gemach habe denke ich, dass auch gut 80% Nahrung auf dem Weg importiert werden könnte.Äh, wieauchimmer ...)
Maraxus hat geschrieben:(Logik ist keine Abstimmungssache.)
Also ich denke, ich mach jetzt einfach mal eine 50.000 Stadt draus, des lieben Friedens wegen.
Mi 08 Okt, 2008 21:22
Maraxus hat geschrieben: (und sie Banjo die Clownpuppe anbeten dürfen, solange sie es nur in ihrem stillen Kämmerlein tun).
Mi 08 Okt, 2008 21:42
Aigolf hat geschrieben:PS :Hatte schon so ne Reaktion erwartet was ich total uncool finde sorry Leandro.
Mi 08 Okt, 2008 21:46
Bezweifelt wurde etwas ganz anderes und da passt Dein Einwurf nunmal garnicht... ob Du das jetzt uncool findest oder nicht... sorry.
Mi 08 Okt, 2008 21:46
Maraxus hat geschrieben:Bleiben die Händler. Wie kommst du darauf, dass das so viele sein müssen? Die Händler müssen für 60.000 Nahrung ranschaffen und im selben Gegenwert andere Waren wegschaffen.
Ein Schiff von Galleren-Größe hat *check* rund 120 deadweigth tonnage, also wenn sie mit kleiner Crew segelt vielleicht 40 Tonnen Zuladung. (Edit: Ups, ich sehe das jetzt erst. Diese Abschätzung ist ja sehr schlecht. Also sind es eher kleine Handelsschiffe und weiter wie gahabt...)
Wenn man nicht so viel frisst wie wir modernen Menschen kommt man mit einem Kilo Nahrung pro Tag aus, also reichen ... Eineinhalb große Handelsschiffe. Lass es 3 sein, da ich bei Nahrung mit Dichte ca. 1 die volle Ladung erst erreicht wäre, wenn man es bis zur Reeling vollgestopft hätte und dann würde man sich auf Deck ja kaum bewegen können.
Und da andere Handelsgüter meist teurer pro Gewicht sind als Nahrung sollten diese 3 Schiffe auf ihrem Rückweg auch bereits die Exportgüter mitnehmen konnen.
So und alles, was nach diesen 3 Pro Tag kommt bringt Wohlstand. Ich denke ab 30 pro Tag sollte es die Nötige Wirtschaftsmacht haben, zur Metropole zu werden. Und um nochmal zu sagen wieso das so viel ist:
Maraxus hat geschrieben:Der Löwenanteil des Handels zwischen 3.25 Millionen Orkreichbewohnern auf der einen Seite und 1.000.000 Nordahejmern, 500.000 Lothrinienern, 750.000 Lúnasadhern und 2 Millionen Westendarnen auf der anderen Seite geht über diese Stadt. Und das berücksichtigt noch nicht den intensieven Handel mit der Stadt selber, der (wie geschrieben) bei einer Stadt dieser Wirtschaftsliberalität und kulturellen Vielfalt sicher sehr bedeutsam ist.
Mi 08 Okt, 2008 21:52
Mi 08 Okt, 2008 21:59
Mi 08 Okt, 2008 22:39
Trotzdem passt eine Metropole immer noch nicht in die orkische Kultur - selbst eine Großstadt nicht. Da habe ich bisher noch nichts zu gehört.