Da ich wieder etwas mehr Zeit hatte und einige neue Ideen für mein Konzept hatte und berechtigterweise eingeworfen wurde, dass die Entwicklung Wiesczarnas nicht transparent genug ist, versuche ich mich jetzt hier an einem aktuellen Bericht und der Vorstellung des Konzeptes.
Die momentanen Diskussionen haben mir auch wieder vor Augen geführt, wiewenige Möglichkeiten es für Schreiber nur noch gibt, sich aktiv an dem Welthintergrund zu beteiligen. Ich möchte daher auch die Mitarbeit Wiesczarnas wieder für alle öffnen, die Interesse an der Ausgestaltung haben. Aber mehr dazu weiter unten.
Wiesczarna - GesamtkonzeptAls ich mich mit Tommek besprochen und das Land übernommen habe, bin ich ersteinmal eine Weile die aktuellen (es gab im Verlauf der Zeit mehrere) Konzepte hier im Forum und im Wiki durchgegangen. Da viele verschiedene Leute schon viel Mühe und Zeit in den Hintergrund investiert haben, stand für mich recht früh fest, dass ich versuchen würde, soviel von dem bereits Existierenden miteinzubinden und nach Möglichkeit logisch so miteinander zu verflechten, dass es zu meiner Idee von Wiesczarna passt und sich in den existierenden Hintergrund Antamars und auch den anderer Reiche einfügt. Also habe ich die Geschichten umgeschrieben, in einen zeitlichen Rahmen gesetzt und manche Ereignisse verändert. Ein stetes Problem dabei ist das Fehlen des Magiesystems, allerdings konnte mir Tommek da stets vorgeben, was machbar ist und was nicht. Der Aufbau eines gesellschaftlichen System und einer religiösen Doktrin folgte (danke telor), die ersten neuen Grafiken entstanden (danke elbenstern) und ich hatte Gelegenheit mich mit Ascanio zu besprechen, der aktuell die einzig andere Kultur betreut, in denen Magier eine gewichtere Rolle in puncto Regierung spielen([Chorphys], auch dir danke!).
Anschließend habe ich mich um die wichtigsten Beschreibungen der Inseln und Städte gekümmert und wieder versucht soviel zu erhalten, wie sich übernehmen oder anpassen ließ, da schon einige wirklich schöne Beschreibungen existierten.
Mittlerweile steht der Rahmen für Wiesczarna und die einzelnen Elemente greifen inhaltlich ineinander, so wie ich es mir vorgestellt hatte.
Stets besondere Augenmerk wollte ich darauf legen, dass Wiesczarna von vornherein auch für Quest- und ZBschreiber greifbar ist und ihnen viele Möglichkeiten anbietet, sich auszutoben. Einen individuellen und spürbaren Charakter sollten die einzelnen Inseln haben, die immer einen Thema untergeordnet sind, was sich u.a. auch in den dort anzutreffenden Gegnern zeigt. (Beispiel Insel Odon: Der dortige Herrscher ist vernarrt in alles Echsenartige und hält solche Tiere daher in seinen Wäldern bzw. experimentiert mit ihnen.)
Geschichte Ich habe die Geschichte Wiesczarnas enger mit den Geschichten der aktuellen Kirchen verknüpft. Licia soll dabei eine bedeutende Rolle spielen und Dreh- und Angelpunkt der Ideologie sein. Um diesen Konflikt möglich zu machen, verschob ich die Gründungsgeschichte in den Zeitrahmen des zweiten Nordlandkrieges. Andernfalls wäre es schwierig zu erklären, weshalb die Kirchen dieser Spaltung nicht sofort Einhalt geboten haben. Der Hintergrund eines militärisch und strukturell geschwächten Heiligen Kaiserreiches lässt ein solches Ereignis aber nicht nur zu, sondern begünstigt es auch. Die anschließende Flucht und die Gründung Wiesczarnas schienen mir dennoch als logische Schlüsse. Eine Gruppe Ketzer bzw. Andersdenkender versucht eine eigene Gesellschaft zu gründen, in denen ihre Überzeugungen nicht länger Anfeindungen ausgesetzt sind. In der Hinsicht hat die Geschichte ein wenig von der Neuen Welt, wie mir später auffiel. Gefiel mir gut und wurde etwas ausgebaut.
Zur Zeit der dann folgenden Gründung Wiesczarnas begegnen wir der Versklavung des auf den Inseln lebenden Ureinwohnerstammes. Zum einen soll dies ein erster Hinweis darauf sein, wie genau die Überzeungen der Neu-Wiesczarnen eigentlich gestaltet sind, zum anderen ist die Sklaverei für mich eine Notwendigkeit gewesen, die allein es den Wieszarnen erlaubt hat, gewisse wirtschaftliche und militärische Macht zu erwerben und sich zu "behaupten". Sie dient beiden Zwecken in meinen Augen gut und da es in Antamar insgesamt recht wenig Länder gibt, die Sklaverei betreiben, sorgt es auch für ein wenig Abwechslung. Auch die Nähe zum Südstern spielte da eine Rolle.
Seit diesen Anfängen aber hat man aus oder von Wiesczarna nicht mehr viel gehört. Im Stillen ist das Reich gewachsen und herrscht über diesen kleinen Teil der Welt. Mir schien es nur logisch, dass Wiesczarna bis heute existieren kann und keinen größeren Angriffen ausgesetzt war, sofern sie sich eben bedeckt gehalten haben. (Bis jetzt?

)
Nach außen hin werden zwar nachwievor Waldmenschen an der südlichen Küste Eriaths gezielt entführt und die Wälder vor Ort gerodet, aber insgesamt kommt die Isolation den Magiern entgegen und wird gefördert. Aber das betrifft mehr den Jetzt-Zustand
"Regierung"Ich stieß auf die Frage, wie sich ein solches Reich organisiert, wie es beherrscht wird. Hier war der Grundstein bereits gelegt. Thabita Cacoethes selbst herrscht über Wiesczarna. Seit fünfhundert Jahren?? Das bleibt offen. Fakt ist nur, dass dies der Name der aktuellen Herrscherin der Insel ist, ob sie nun die "echte Thabita Cacoethes" ist oder ob diese Name quasi eher zum Titel wurde, um ihren Mythos aufrecht zu erhalten, habe ich bewusst offen gelassen, da es zahlreiche Möglichkeiten für Quests, ZBs und Kampagnen bietet, die sich mit dieser Frage beschäftigen können.
Der Rat von Orialcon widerum ist das einzige andere Machtgremium der Insel. Es besteht aus den Herrschern der einzelnen Inseln und könnte z.b. ein wiesczarnisches Äquivalent zu einer Auftragsbörse unterhalten IG und Questgeber sein.
BevölkerungIm Groben besteht die Bevölkerung nach der Überarbeitung aus vier Gruppen. Den Magiern an der Spitze, den Piraten als deren direkte Vollstrecker, einer bürgerlichen Schicht und den Sklaven.
Magier haben auf Wieszarna die meisten Rechte, aber sie sind nicht frei. Eine solche Gesellschaft kann sich nur erhalten, wenn sie besonderen Wert darauf legt, weiteren magischen Nachwuchs zu produzieren. Hierfür arbeite ich an der Einführung von Gesetzen, die regeln, welche Magier heiraten dürfen und eventuell diese Verbindungen dann auch nach einem Zeitrahmen wieder auflösen, wenn dem kein Nachwuchs entspringt. Thabita Cacoethes oder ihre Nachfolger hatten 500 Jahre Zeit, um ihre Ideologie ungestört in die nachfolgenden Generationen zu übertragen. Ebenso wie bei den Sklaven ist auch bei den Magiern stark damit zu rechnen, dass sie von Geburt an einer massiven Indoktrination ausgesetzt sind (evtl. auch magischer Natur). Die Gesellschaft zu verlassen ist ihnen verboten und schon für das Verlassen der Inselln brauchen sie irgendeine Form von Legitimation. Hier findet die Regel Anwendung: Umso stärker der Magier, umso höher sein Rang und entsprechend seine Rechte.
Magier sind also keineswegs allesamt "böse Schwarzmagier", die die Welt beherrschen wollen, sondern teilweise ebenso ein Opfer des herrschenden Systems, gegen das sie evtl. auch z.T. rebellieren (Quests/ZBs)
Die Piraten dagegen ziemlich frei und dennoch recht straff organisiert. Bis heute haben sie einen eigenen Anführer, der evtl. sogar Mitglied des Rates ist (darüber bin ich mir noch uneins). Genaugenommen sind sie aber auch keine wirklichen Piraten mehr, könnte man sagen. Sie sind das Militär Wiesczarnas und ihre Familien stellen wahrscheinlich auch einen Großteil der bürgerlichen Schicht. Es ist aber umgekehrt genau geregelt, welche Inseln sie betreten dürfen und wo sie sich ansiedeln. (siehe Coral) Nicht wenige von ihnen sind aber auch Händler, denn irgendwie muss Wiesczarna ja seine Waren auch exportieren bzw. benötigte Rohstoffe importieren.
Die Bürger umfassen sowohl die Familien von Piraten und Magiern (also jene Anteile, die keine magische Begabung zeigen), sowie sicherlich eine ganze Menge Leute, die aus den unterschiedlichsten Gründen hinzuziehen. Da Wiesczarnas Existenz für viele eine Legende ist, gehe ich nachwievor davon aus, dass irgendwelche Zuwanderungsgesetze keinen Sinn machen würden. Wer möchte, kann sich in Wieszcarna niederlassen, ganz ungehindert.
Sklaven widerum leben in eigenen Behausungen, werden streng überwacht, verrichten fast jede Form der körperlichen Arbeit und werden von Kindesbeinen an dafür ausgebildet. Sie sind der größte Teil der Gesellschaft und das Rückgrad der Wirtschaft. Viele dieser wichtige Faktor weg, bräche das System schneller zusammen, als jemand Abra Kadabra sagen kann.
WirtschaftWieszarna ist kein "BigPlayer" oder ein besonders reiches Land. Es kann jedoch einige Dinge fördern bzw. herstellen (da sie Methoden anwenden können, die andernorts verboten sind, siehe Blutsalz), die teils sehr begehrt oder äußerst selten sind. Umgekehrt bieten die Inseln gerade genug Fläche, um Nahrungs- und Wasserversorung zu gewährleisten (Stichwort Wobanbaum). Abseits der Minen findet man kaum nennenswerte Industrien. Holz widerum wird vom Festland abgeschlagen und über die Sklavengaleeren transportiert.
Eventuell wäre sogar hier ein Szenario interessant, dass von einer allmählichen Knappheit der Fischvorräte im umgebenden Meer ausgeht. (Wobei ich glaube, dass die Einwohnerzahl Wiesczarnas dafür zu gering ist??)
Die Wikiseite gibt natürlich am meisten her, aber das ist der aktuelle Stand im Groben. Wer Interesse an der Mitarbeit hat, kann mich gerne einfach anschreiben (oder hier posten), am besten schon mit Vorstellungen davon, was er gerne machen will oder zumindest von dem, was er gerne macht

Das kann übrigens auch eine Sammlung für Questen oder ZBs oder nur Ideen für solche sein!
Rückmeldungen, Ideen und Kritik zum aktuellen sind ausdrücklich erwünscht. Bedenkt aber bitte einerseits, dass das System nicht nocheinmal umgeworfen wird (das Grundsätzliche steht nun und ist vom Tommek abgesegnet) und andererseits das Magiesystem noch nicht steht. Wenn also dazu Fragen aufkommen, bietet es sich meist an, entweder oben nachzufragen oder ganz einfach "gewisse Dinge zu umgehen". Ich habe oftmal einfach offen gelassen ob und wie Magie wo eingesetzt wird und fand sogar anschließend, dass dieses Vorgehen einen wirklich guten Effekt erzeugt, der ein wenig diesen mysthischen Hauch der Inselgruppe erhält. Wichtig wäre für mich, dass ihr auch bedenkt, dass Wiesczarna nicht eine eindimensionale und urböse Gesellschaft ist, wenn es auch der Ort ist, an dem man sicher die meisten Individuen dieser Art antrifft.
Soviel erstmal dazu, ich versuche dieser Tage noch mehr von den kommenden Ideen und Projekten vorzustellen.