Geschichte WiesczarnasDie vierte Epoche - Die Ära der Schwarzmagier : 1924 AZ bis jetztJene, die wider das Wissen sind, jene die wider den Drang nach Erfahrung sind, verbrennt an dieser Pforte zu Staub und werdet vom Wind des Vergessens in alle Teile der Welt zerstreut! Jene aber, die einen offenen Geist besitzen und sich an den Früchten des Baumes der Erkenntnis laben wollen, wisset: jener Baum schlägt seine Wurzeln tief in die Leiber der Unwissenden, bezieht seine Kraft aus dem Blute vieler schwacher, geistloser Individuen und den verdammungswürdigen Seelen jener, die sich Euch bei Eurer Suche nach der Natur allen Seins widersetzen. Nehmt ihre Leiber, nehmt ihr Blut, nehmt ihre Seelen und formt aus diesen heiligen Ingredienzien eine neue Welt, auf dass der große Baum auf allezeit gedeihen und wachsen möge.
Spruch an der Pforte zur Akademie des Wissens und der dunklen Künste zu Quahl, Verfasser Unbekannt
Die Kunde von der Gefangennahme der Fremden und deren geplanten Hinrichtung hatte sich in ganz Choral wie ein Lauffeuer verbreitet und so verwundert es kaum, dass am Tag der Kämpfe die Ränge der Tribüne bis auf den letzten Platz - und auch darüber hinaus - gefüllt waren. Zur Mittagsstunde sollte die erste Gruppe der Gefangenen in die Arena geführt werden und in diesem auf einen Zachriden treffen, der zu diesem Zweck schon eine geraume Zeit lang nicht gefüttert worden war.
Den Menschen sollte ein schauriges Spektakel geboten werden, ein blutiges Fest bei dem das erste Mal fremdländisches Blut vergossen werden sollte. Sechs Männer und sechs Frauen waren es, die unter gröhlenden Schmährufen der Massen aus den Katakomben der Arena geführt wurden um ihren Tod durch die furchterregende Bestie zu finden. Im Allgemeinen brachen die Todgeweihten im Angesicht ihres nahen Endes in Furcht und Panik aus, doch nichts dergleichen geschah. Die Gruppe scharte sich um eine junge Frau und einen in eine schwarz Robe gekleideten Mann und wirkte unbeeindruckt als das Wesen in die Arena gelassen wurde. Das riesige Insekt wollte sich wütend auf die kleine Gruppe Menschen stürzen, verharrte aber plötzlich mitten in der Bewegung, kurz bevor es die zum Tode verurteilten erreicht hatte. Die Junge Frau und der Mann traten vor und bewegten sich auf das Vieh zu. Aus dem Mund des Mannes waren seltsame Worte zu vernehmen, in einer Sprache, welcher die Menschen Chorals nicht mächtig waren. Der Zrachide, einen Augenblick zuvor noch dazu bereit die Fremden zu zerfetzen, machte nun keinen Anstalten mehr, sein Werk zu beenden. Fast wie in Trance verharrte er an Ort und Stelle. Mehrere Minuten vergingen und auf den Rängen machte sich Unruhe breit. Noch nie hatten die Menschen etwas derart merkwürdiges gesehen und auch in den Überlieferungen war von keinem Ähnlichen Vorfall die Rede. Als die Stimmung unter den Zuschauern zu kipen drohte, reagierte der Regent und ließ die Arena von Soldaten stürmen, welche das böse Schauspiel mittels Schwert und Axt beenden sollten. Einige Worte des Fremden genügten, um den Zorn des Zachriden auf die Soldaten zulenken, welcher sofort damit begann, die Wachen anstelle der Fremden auseinander zu nehmen und keine fünf Minuten später hatte er sein blutiges Werk vollendet. Der Schreck saß tief unter den Besuchern und es kehrte Totenstille im Ring des Blutes ein. Erst als sich die junge Frau und der Mann sich direkt an den Regenten wannten und der Mann Khiron Dalgaran zu einer Unterredung aufforderte, machte sich wieder nervöses Raunen auf den Rängen breit. Der Regent willigte ein und so geschah es, dass sich Khiron, die Frau und der Mann drei Tage und drei Nächte in den Gemächern des Regenten Wierczanas beratschlagend. Was dabei gesprochen wurde und was bei diesem Gespräch geschah ist nicht überliefert. Klar ist nur, dass, als die drei die Unterredung beendet hatten, sich die Machtverhältnisse des Reiches geändert hatten. Khiron hatte als oberster Führer des Volkes Wierczanas abgedankt und seine Macht der Frau, Thabita Cacoethes, übertragen. Ihr zur Seite stand der Voxus - jener geheimnisvolle Mann, welcher den Zachriden mit seinen Worten beruhigt hatte, und der ehemalige Regent Wiesczarnas übernahm die Führung der Armee des Reiches. Er selbst war aber an die Anweisungen Thabitas gebunden.
Es wurde noch in der selben Nacht eine Versammlung der höchsten Militärvertreter einberufen, bei der neben Khiron auch die neue Machthaberin samt ihres Voxus und einiger anderer Fremder zugegen waren. Zu Beginn wurde die Debatte noch heftig geführt, die meisten Gouverneure hatten nicht dsa geringste Verständnis für die Entscheidung des ehemaligen Regenten. Als sich die Sonne über den Reich erhob und die Versammlung aufgelöst wurde, gab es plötzlich keine Gegenstimmen mehr und die Entscheidung war somit besiegelt. Mit der militärischen Elite in ihrem Rücken war der Staatsstreich Thabitas am Morgen des zehnten Tages des Heilungsmondes geglückt und wiederum sollte die Richtung, welches das Reich einschlug, eine entscheidende Wendung bekommen - die Schwarzmagier der Ventum Occultum, einst Gefangene des Reiches und zum Tode verurteilt, übernahmen die Macht.
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So weit so gut... jetzt da es an die wirklich neuere Geschichte geht, will ich alles Folgende nicht in Form eines Geschichtsaufstzes bringen, sondern eher ein paar grundlegende Gedanken zur Diskussion stellen:
* es handelt sich bei den neuen Magier um Vertreter des schwarzen Zunft, was jetzt viel Interpreatiosnfreiraum lässt. Ich für meinen Teil hätte die Geschichte so fortgesetzt, dass die Magier eher nicht zu der "wir werden die Weltherrschaft an uns reißen" Fraktion zu zählen, sondern eher zu einer etwas subtileren Gruppe. Grundprinzip der Gemeinschaft ist es, so viel Wissen und Macht wie möglich zu sammeln und das durchaus ohne Skrupel oder moralische Prinzipien, welche in den meisten anderen Gesellschaften vorherrschen. Wenn ein solcher Magier eben ein versuchskaninchen braucht, nimmt er sich eins aus der Bevölkerung.
*zu der Sammlung von Wissen und Macht: zu diesem Zweck gründen sie auf einer der Inseln eine schwarzmagische Akademie der auch eine Bibliothek beigefügt ist, welche sich im Laufe der Zeit zu einer der größten Sammlungen an Büchern, Schriftrollen und sonstigen Aufzeichnungsformen entwickelt, die auf Antamar zu finden sind. Im Wiki-Artikel
http://wiki.antamar-community.de/index.php?title=Wiesczarna hab ich unter Punkt Diplomatie eine auf dem Festland operierenden Nuntii eingefügt, welcher einer Art Geheimbund angehören könnten, die es sich eben zur Aufgabe gemacht hat, unter dem Deckmantel der Aufnahme und Pflege diplomatischer Beziehungen, jegliche Art von geheimen Wissen, magischen Artefakten und Informationen zu sammeln und nach Wiesczarna zu übermitteln. Diese würden sich, unterstützt natürlich von zahlreichem anderen lichtscheuen Gesindel, gut für eine neue Art von Bösewicht in der Welt von Antamr eignen, da auch diese im Allgemeinen nicht für ihre zimperliche Art bekannt sind und ebenfalls über Leichen gehen.
*weiters habe ich zu Beginn schon erwähnt, dass es, meiner Meinung nach, einen gewissen Reiz hätte jeder der einzelnen sieben Inseln des Reiches eine eigene Art des Schreckens mitzugeben. Hierbei bin ich aufgrund der Geschichte noch nicht sehr weit gekommen und ich hoffe natürlich, wie bei allem anderen auch, eure Meinung und eure Ideen zu hören.
In der Hoffnung, dass sich zumindest ein paar Leute die Mühe gemacht haben, die ersten drei (zugegeben sehr umfangreichen) Teile - und natürlich auch diesen jetzt - zu lesen, vorweg gleich mal ein riesengroßes Danke.

Ich befürchte ja, dass sich einige durch so viel Text durchaus abgeschreckt gesehen haben, einfach mal rein zu lesen. Für jene, die sich drüber gewagt haben: geht das grundsätzlich in eine Richtung, welche euch zusagt? Wo gibt es Schwächen, logische Fehler, Unschönheiten, Kollisionen mit offiziellen Ansichten des A-Teams und/oder mit bereits bestehenden Reichen welche bereits implementiert sind bzw kurz vor der Implementierung stehen (bitte die Rechtschreibfehler, Ausdrucksfehler, Grammatikfehler außen vor lassen... die Texte sind in einer Art Schreibrausch entstanden, ohne viel darüber nachzugrübeln, wie ich das ganze korrekt schreibe

). Das Thema Magie hab ich versucht so weit wie möglich auszusparen, da ja noch gar nicht klar ist, wohin die Reise in diesem Fall führt und die Einbindung ins Spiel sicher noch eine ganze Zeit lang auf sich warten wird lassen. Einzig das Konzept der Schwarzmagier, als skrupellose, wissbegierige und machtbesessene Vertretung der Zaubererzunft habe ich in das ganze mit eingewoben und ich hoffe, dass dies auf eine Art geschehen ist, welche die grundlegende Spielmechanik hinter der Magie, die dazu notwendigen Regeln und zu genaue Details über das Thema nicht allzu sehr angetastet haben. Wenn doch, einfach melden. Bin für jede Rückmeldung dankbar.