Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Kaiserreich, Fürstentum Thelessa...

Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Do 01 Jan, 2015 11:13

Vellhafener Kurier
Ausgabe vom Neujahrstag



Neujahrsempfang im Palais de Winter

Werte Vellhafener und Gäste unserer schönen Stadt,
ein gesellschaftliches Ereignis jagt das andere. Kaum sind die Feierlichkeiten des Winterfestes vorbei, ist der Neujahrsempfang der seltsamen Miss Sophie in aller Munde.

Wie in jedem Jahr lädt die alte Dame, deren Herkunft nicht nur den Vellhafenern unbekannt geblieben ist, sondern auch durch Nachforschungen unserer Redaktion nicht erhellt werden konnte, zu ihrem alljährlichen Neujahrsempfang in der Villa de Winter ein. Wie immer wird ihr der alte Hausdiener James, der sie damals, als sie als junge hübsche Frau mit dem Fährschiff aus Strelasa in unserer Stadt ankam, bereits begleitete, die Gäste bedienen. Eingeladen ist offenbar, wie jedes Jahr, jeder Vellhafener und auch die Gäste unserer Stadt. Es wird, auch das ist legendär, niemandem der Zutritt verwehrt, egal ob Adel, Aberteurer oder Straßenjunge.

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Palais de Winter
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Miss Sophie und ihr Hausdiener James

Unser Chefredakteuer Harmi Wirsch hat den derzeitigen Bewohner des Palais de Winter, den Händler Heiner de Brüggelmann, für den Kurier nach den Hintergründen befragt. De Brüggelmann, ein Förderer der schönen Künste, hat er doch schon seinen Gartenpavillon für eine geringe Miete an Isabella, die Künstlerin, die auch für den Kurier zeichnet, als Atelier vermietet, stellt Miss Sophie Jahr für Jahr sein Palais für den Empfang zur Verfügung.
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Heiner de Brüggelmann, Händler zu Vellhafen

»Harmi Wirsch: "Herr de Brüggelmann, ihr stellt Jahr für Jahr euer Heim für den Neujahrsempfang der Miss Sophie zur Verfügung. Warum tut ihr das?"

Heiner de Brüggelmann: "Nun, ich kannte Miss Sophie schon als kleiner Bub. Mein verstorbener Großonkel, Pieter de Winter, war ein Verehrer dieser Frau aus fremden Landen und soweit ich weiß, hat er auch dafür gesorgt, dass sie im Alltag gemeinsam mit ihrem Hausdiener James ein kleines Haus in der Ansiedlung an der Küste bewohnen kann. Man munkelt, dass ihn mehr als Freundschaft mit Sophie verband und wenn man sich die Bilder anschaut, die Miss Sophie in der Blüte ihrer Jahre zeigen, kann ich mir das auch mehr als gut vorstellen. " (Der Befragte lachte leise bei diesen Worten.) "Mein Großonkel war ein Kenner schöner Frauen und zu seinen Lebzeiten Miss Sophie sehr zugetan, der alte Schwerenöter. Und ich mochte sie auch als Bub schon, wenn ich in den Ferien meinen Großonkel besuchte, traf ich sie oft im Palais an. Sie schenkte mir jedes Mal ein Handvoll wunderbarer Bonbons, die nach Kräutern schmeckten. Ihr Hausdiener James macht diese Bonbons wohl selbst und sorgt immer dafür, dass sie eine Tüte davon in ihrer Handtasche hat."

Harmi Wirsch: "Also macht ihr das in Erinnerung an euren Großonkel und an eure Jugend?"

Heiner de Brüggelmann (mit schallendem Lachen): "Ja und nein! Der Neujahrsempfang macht Miss Sophie glücklich und bietet mir eine gute Gelegenheit neue geschäftliche und private Kontakte zu knüpfen. Ich habe selten eine derartige bunte Mischung von Gästen getroffen wie auf Miss Sophies Neujahrsempfängen. Also stelle ich mein Heim gerne zur Verfügung. "

Harmi Wirsch: "Ich verstehe. Aber eine Frage treibt mich schon seit vielen Jahren um. Ist euch denn bekannt woher die Miss Sophie und der Hausdiener James stammen? Die Sprache, die die beiden miteinander reden, habe ich nie zuvor gehört und wenn man nach ihrer Herkunft fragt, lächelt Miss Sophie immer geheimnisvoll und weicht der Antwort aus. Wisst ihr da vielleicht mehr?"

Heiner de Brüggelmann: "Nein. Auch ich weiß da nicht mehr als ihr, werter Herr Wirsch. Sie reagierte bei Fragen meinerseits dazu ähnlich wie bei euch. Aber was soll 's? Sie ist eine freundliche alte Dame, die eine Riesenfreude an diesem jährlichen Ereignis hat."

Harmi Wirsch: "Der Kurier dankt euch für eure Auskünfte zum Neujahrsempfang der alten Dame und wünscht euch alle Gute für das neue Jahr und einen schönen Neujahrsempfang für Miss Sophie. Wir sehen uns dort. Mögen die Götter euch wohlgesonnen sein. "«

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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Do 28 Mai, 2015 08:31

Vellhafener Kurier
Extrablatt


Der Vellhafener Kurier gibt bekannt:


Sommerfest in Vellhafen
Die Sommersonnewende steht bevor. In den acht Tagen und Nächten, bevor in Vellhafen feierlich das große Sonnenwendfeuer entzündet wird, lädt der Kurier die Bevölkerung und die Gäste der Stadt Vellhafen wieder zu einem großen Fest ein. In Wettbewerben und Veranstaltungen wollen wir uns auf den Sommer einstimmen.

Wie schon zum großen Winterfest vor der Wintersonnenwende nehmen wir Gold- und Sachspenden für die Preisverleihung dankbar entgegen. Wendet euch dazu an die Mitabeiter des Vellhafener Kuriers.

Das zu erwartende Programm veröffentlichen wir in Kürze an selber Stelle. Man darf gespannt sein.




Spoiler:
ooc: Die Sommersonnenwende ist am 21.06-2015. Das Fest findet also in der Zeit vom 13. - 21. Juni 2015 statt. Wie schon beim Winterfest stehen euch für alle Fragen rund um das Fest die Mitarbeiter des Kurier zur Verfügung.
http://eisentrutz.antamar.eu/held_info.php?held_id=23632
http://eisentrutz.antamar.eu/held_info.php?held_id=23918
http://eisentrutz.antamar.eu/held_info.php?held_id=23844

Oder hier im Forum: viewtopic.php?f=104&t=12206&p=311689#p311689
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Sa 30 Mai, 2015 10:13

Vellhafener Kurier
Extrablatt


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Sommersonnenwendfeier zu Vellhafen


Der Vellhafener Kurier wird heute antamarweit Boten aussenden und zum Sommerfest einladen. Wir hoffen Gaukler, Barden und Schauspieler nach Vellhafen zu locken, die unser Fest bunt und unterhaltsam machen werden. Die Bevölkerung in Vellhafen wird aufgerufen ihre Häuser mit Blumen oder bunten Bändern zu schmücken. An den Abenden in der Festwoche können Kerzen in den Fenstern zu einen stimmungsvollen Atmosphäre beitragen.

Wettbewerb für Dichter und Bänkelsänger:
Wie schon zum Winterfest schreiben wir wieder einen Wettbewerb für die schönsten Gedichte, Balladen und Moritaten aus.
Wer teilnehmen möchte, möge bitte sein Werk bis spätestens einen Tag vor dem Abschlußfest mit dem Sonnenwendefeuer bei der Redaktion des Vellhafener Kuriers abgeben.

Es werden noch dringend Bürger als Juroren gesucht. Mindestens drei Männer oder Frauen mit einer Leidenschaft zur Dichtung und Musik sollen entscheiden welcher diesjährige Beitrag zum Sieger gekürt werden wird. Bewerber für die dieses Ehrenamt wollen sich bitte umgehend bei der Redaktion des Vellhafener Kuriers melden.

Hier noch einmal ein Abdruck des Siegerbeitrages vom Winterfest:
IXLITON BEREIST ANTAMAR Bild

Ich liebte ein Mädchen in Liwa, das war die reinste Diva.
Ich liebte ein Mädchen in Techuan, das hatte nie ein Röckchen an.
Ich liebte ein Mädchen in Toapac, dem gab ich meinen Anorak.
Ich liebte ein Mädchen in Yunava, das war mit ihrer Mutter da.
Ich liebte ein Mädchen in Pechutli, das fuhr so gerne Wasserski.
Ich liebte ein Mädchen in Mascunja, das zeigte mir ihr *tralala*
Ich liebte ein Mädchen in Ximalcuan, das sah mich immer traurig an.
Ich liebte ein Mädchen in Punac, dann packte ich den Rucksack.

Mir wurde nämlich Xetoka zu klein ,
so ging ich in die Wüste rein.

Ich liebte ein Mädchen in Kalibah, das sagt ständig oh la la.
Ich liebte ein Mädchen in Finnekish, das aß am liebsten Tintenfisch.
Ich liebte ein Mädchen in Kefybeg, das nahm mir meine Stiefel weg.
Ich liebte ein Mädchen in Yntrein, dem zeigte ich mein Holzbein.
Ich liebte ein Mädchen in Altersheim, das brachte ich beizeiten heim.
Ich liebte ein Mädchen in Tarrikum, das war ein wenig andersrum.
Ich liebte ein Mädchen in Ylgen, das konnte viel vertilgen.
Ich liebte ein Mädchen in Djerset, dort sind sie alle sehr fett.
Ich liebte ein Mädchen in Esnau, das war wohl meine Traumfrau.
Ich liebte ein Mädchen in Yrlensbar, das war einfach wunderbar.
Ich liebte ein Mädchen in Chal'ginn, dort gehe ich nie wieder hin.
Ich liebte ein Mädchen in El Bachan, die Rettung war ein Äppelkahn.

Von nun an war mir auch Eriath zu klein,
drum stach ich in die See hinein.

Ich liebte ein Mädchen in Mandoran, das sprach mich dort im Hafen an.
Ich liebte ein Mädchen in Eisentrutz, das wollte nur mit Kautschukschutz.
Ich liebte ein Mädchen in Eisenstein, das lud mich in ihr Zimmer ein.
Ich liebte ein Mädchen in Hälstrond, das war so richtig hellblond.
Ich liebte ein Mädchen in Hornsandt, das an der Straße ganz vorn stand.
Ich liebte ein Mädchen in Jotunheim, dem geht wohl jeder auf den Leim.
Ich liebte ein Mädchen in Belbrück, dort hatte ich ganz schnell Glück.
Ich liebte ein Mädchen in Berggugg, das soff mit einem Zwergschluck.
Ich liebte ein Mädchen in Cargnac, zu zweit in einem Schlafsack.
Ich liebte ein Mädchen in Ismar, in deren Kleid ein Riss war.
Ich liebte ein Mädchen in Diertal, ich glaube es war viermal.
Ich liebte ein Mädchen in Echelon, da kam ich grade so davon.
Ich liebte ein Mädchen in Eisenrose, ach dort ist meine Unterhose.
Ich liebte ein Mädchen in Bragen, darüber darf ich nichts sagen.
Ich liebte ein Mädchen in Minenhall, das quatschte wie ein Wasserfall.
Ich liebte ein Mädchen in Dwimorgrim, da sollte ich mal wieder hin.

Das sind zwar keine Heldentaten,
was noch so war, wird nicht verraten.



Spenden:
Wir freuen uns berichten zu können, dass die ersten Spenden bereits in der Redaktion abgegeben wurden. So erhielten wir von Odette, einer bekannten Heldin aus dem Kaiserreich, wunderbare Sachspenden wie eine Anzahl besonderer Waffen, einen Prunkpanzer, einen prachtvollen Helm und gar Stiefel die mit Orkhauern verziert sind.

Auch die Graue Gilde öffnete ihr Zeughaus und man übergab uns besondere Waffen und Lasttiere aus fernen Gegenden die deutlich mehr als Pferde oder Esel tragen können.

Bild Bild Bild Bild Bild Bild BildBild

Die Gewinner der Wettbewerbe und alle Teilnehmer der Verlosung am Abschlußtag können sich daher freuen, es wird wunderbare Preise geben, das zeichnet sich bereits heute ab. Weitere Spenden wurden bereits zugesagt und werden hier bei Eintreffen ebenso veröffentlicht.
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » So 31 Mai, 2015 18:03

Vellhafener Kurier
Extrablatt


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Sommersonnenwendfeier zu Vellhafen


Spenden:
Mit Freude können wir verkünden, dass die nächsten Spenden bereits eingegangen sind.

So erhielten wir zwei besondere Waffen und 1500 Gulden von der freundlichen Heilerin Tauriel,

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Die schöne Jägerin Aniona Blütenflug öffnete ihr Herz ganz weit und spendete, man mag es kaum glauben, eines jener wertvollen Holzplättchen!
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Das Plättchen ist in einem excellenten Zustand und wird unsere Verlosung am Abschlußtag bereichern. Bild




Verlosung
Die Verlosung wird am Tag der Sommersonnenwende stattfinden, bevor das Sonnwendfeuer entzündet wird.

Lose können ab sofort zum Preis von 1 Gulden in der Geschäftsstelle des Vellhafener Kurier sowie bei allen Mitarbeitern und den Zeitungsjungen erworben werden. Alle Spenden, die nicht als Preise an die Gewinnerinnen und Gewinner der Wettbewerbe ausgegeben werden, sowie die nicht abgeholte Gewinne vom letzten Winterfest, gehen in die Verlosung. So hat wirklich jedermann die Chance hochwertige Sachpreise zu gewinnen .

Höchstabgabemenge sind drei Lose pro Person. Die Lose sind namentlich gebunden.
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Spoiler:
Das Sommerfest findet statt vom 13.bis 21.Juni 2015. Am Sonntag, den 21.Juni ist die große Abschlußfeier.
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » So 07 Jun, 2015 21:14

Vellhafener Kurier
Extrablatt

S O M M E R F E S T
Sommersonnenwendfeier zu Vellhafen

Spenden:

Bild Eyn Theobotis spendete ein Rosenamulett und einen Geldbeutel
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Bild Vicomtesse Marie de Danjou-Viscani Die junge Adelige aus Auretanien weilt erst seit kurzem in Vellhafen und spendete 800 Gulden.
800 Bild


Bild Conte Leandro della Viscani spendete besondere Waffen und 4.000 Gulden
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Bild Borgar Angarson spendet ebenso besondere Waffen, ein wertvolles Buch und 4.000 Gulden
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Bild Julius Skelus spendete 5 Flaschen Berserkerwein, besondere Waffen und 50 besonders wirksame Heiltränke sowie 5.000 Gulden
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BildDie graue Gilde spendete weitere Dromedare. Mit den nun insgesamt 15 Tieren werden wir ein Dromedarrennen veranstalten, sicher zur Freude der Menschen in Vellhafen die solch exotisches Getier nur aus Büchern und Erzählungen kennen. Anschließend kommen die Tiere in die Verlosung. Sie sind nicht nur zum Reiten geeignet sondern sehr genügsame Lasttiere die deutliche mehr Packstücke als Pferde tragen können.
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Der Kurier dankt im Namen der Teilnehmer der Wettbewerbe und der Verlosung allen edlen Spendern. Mögen die Götter Eure Großzügigkeit vergelten.
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Do 11 Jun, 2015 09:43

Vellhafener Kurier
Ausgabe vom 5. Erdenmond des Jahres 995 nZ


Skelett bei Bauarbeiten gefunden!
Auf einem Grundstück im südlichen Hafenbereich errichtet eine Guîrfóg, die sich Maya nennt, ein weiteres Frauenhaus. Der Stadtrat und große Teile der Bürgerschaft begrüßen dieses Vorhaben sehr . In letzter Zeit ist nämlich durch den hohen Anteil an unverheirateten jungen Männern in Vellhafen und natürlich die entsprechende Zahl von Seeleuten, die sich vorübergehend hier aufhalten, die Zahl der Vergewaltigugen beunruhigend angestiegen. Das bestehende Bordell im Hafenviertel und die freien Hübschlerinnen, die gelegentlich in unserem Hafenviertel umher streifen, können der steigenden Nachfrage nicht Herr werden.
Bild
Maya
Bauherrin des Frauenhauses



Aufgrund des hohen Anteils an rauflustigen Seemännern und Männern des einfachen Volkes meiden die Herren der besseren Gesellschaft dieses bisherige Haus und auch die Bürger schicken ihre unverheirateten Söhne nur ungerne dorthin. Maya, die hübsche Besitzerin des neues Hauses, will nun mit edler Einrichtung und entsprechender Auswahl und Schulung der Dirnen, die bei ihr arbeiten, erreichen, dass Edelleute und gehobene Bürgerschaft bei ihr ein- und ausgehen werden. Nach Fertigstellung wird also ein weiteres Frauenhaus dafür sorgen, dass unsere ehrbaren Mädchen und Frauen vor Belästigungen oder gar Schändungen verschont bleiben.

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Kopf des gefundenen Skelettes



Bei den Bauarbeiten an diesem Haus wurde nun gestern ein Skelett gefunden. Nach den Resten der Kleidung und ein paar weiteren Fundstücken bei den sterblichen Überresten zu urteilen, handelte es sich wohl um einen Auretanier, der dort vor etlichen Götterläufen zu Tode gekommen sein muss. Der Stadtrat hat die Überführung der Knochen zum Nergasacker befohlen um sie dort bestatten zu lassen. Bis dies geschehen ist, müssen die Bauarbeiten eingestellt werden. Wir werden Euch, verehrte Leserinnen und Leser, natürlich berichten wenn wir Näheres über den grausigen Fund in Erfahrung bringen können.




S O M M E R F E S T
Sommersonnenwendfeier zu Vellhafen


Werte Leser,
der Beginn des Sommerfestes rückt näher. Übermorgen sollte Vellhafen bunt geschmückt erstrahlen und zur Einstimmung wird der Stadtschreiber im Ruhestand, Salix Uplegger, interessierte Bürger und Besucher durch unsere schöne Stadt führen und sie mit Geschichten über Bauwerke, die Vellhafener Flotte und intressante Bewohner unterhalten. Anmeldungen können bei Herrn Uplegger selbst erfolgen oder beim Kurier.


Spendenliste:

Bild Conte Andrea Powlo della Cavallo Alto gab eine sehr großzüge Spende in der Redaktion ab. Fünf Drachenschuppen, einen geheimnisvollen Charismatrank, eine goldene Statue und ein weiteres jener seltenen Holzplättchen konnten wir in unserer Lager schaffen. Unsere Schatzkammer bereicherte er um 5000 Gulden.

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Bild Bild Der Orden Die Hände des Schicksals ließ durch seinen Gründer Gorian von Norbrak ebenfalls eine Spende überbringen. Ein besonderer Degen, ein Handbuch über verzauberte Orte sowie 20.000 Gulden stellte sie uns für das Sommerfest zur Verfügung.
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Bild Khelea Gaulerniz ließ uns ebenfalls eine Guldenspende überbringen.
1.000 Bild



Bild Elorion Thodraiel übergab uns im Namen einer geheimnisvollen, dem Kurier bislang unbekannten Organisation namens A-Team ebenfalls eines der wertvollen Holzplättchen. Somit können nun schon drei dieser Artefakte verlost werden.
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Bild Lou Deneara spendet uns eine wunderschöne Rote Rose, ein Vademekum der verzauberten Orte und 109 Gulden
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Der Rat der Oldermänner ließ uns eine Depesche folgendes Inhaltes:
"Werter Herr Harmi Wirsch, zur Unterstützung der Vorbereitungen zu Eurem Sommerfeste hat der Rat der Oldermänner zu Vellhafen beschlossen, Euch drei Prozent der Veräußerungssumme des zerschlagenen Handelshauses Veelsinck zukommen zu lassen, auf dass Ihr sie zur Repräsentation der Größe und Macht des Vellhafener Bundes einsetzt und so den Ruf des Bundes in aller Welt mehret.
Im Namen des Rates der Oldermänner zu Vellhafen"
und eine Spende von 4.500 Gulden zukommen.
4.500 Bild


Bild Ein Unbekannter übergab einem unseren neuen Zeitungsjungen einen Betrag von 5.000 Gulden sowie etliche Kisten Weines und eine große Menge Wildschweinbret. Der Wein wird während des Festes unentgeltlich ausgeschenkt werden und das Wildschwein wird von einem der fahrenden Wirte über dem Feuer geröstet und dann ebenfalls kostenlos an die Festbesucher abgegeben werden. Außerdem überreichte der Mann auch noch 30 Amulette. Wir haben uns überlegt, dass auch diese, ebenso wie die Blumen und andere kleine Sachspenden in unserem Fundus, von unseren Zeitungsjungen während des Festes an die Passanten verschenkt werden.



Der Kurier dankt im Namen der Teilnehmer der Wettbewerbe und der Verlosung allen edlen Spendern. Mögen die Götter Eure Großzügigkeit vergelten.
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Do 18 Jun, 2015 17:58

Vellhafener Kurier
Ausgabe vom 18. Liebesmond des Jahres 995 nZ


Stadtwache warnt vor falscher Losverkäuferin
Selissa, eine Dame der Stadtwache wies den Kurier freundlicher Weise darauf hin, dass dort eine Anzeige vorliegt, weil eines der Straßenkinder offenbar im Hafen versucht hatte gefälschte Lose für das Sommerfest zu verkaufen.
Das Kind wurde wie folgt beschrieben:
Eine Göre, welche gewiss in der Gosse leben muss. Auffällig ist ihre miserable Kleidung, welche sich bestens als Fetzen beschreiben lassen. Die Statur ist mager bis abgemagert und gar grausig und mitleidig anzusehen und nicht sehr großes, was auf ein junges Mädchen schließen lässt. Das Gesicht ist voller Blässe, die Haare kurz und auffällig rot.


Wir bitten unsere Leser daher Lose nur von den von uns bestellten Zeitungsjungen zu erwerben oder direkt in unserer Geschäftsstelle. Sollten sie von der besagten jungen Person angesprochen werden, rufen sie bitte die Stadtwache und lassen sie die Betrügerin festnehmen.



S O M M E R F E S T
Sommersonnenwendfeier zu Vellhafen


Stadtführungen
Die Stadtführungen durch Herrn Salix Uplegger finden im Augenblick nicht statt. Die Gruppe, die sich für die Besonderheiten unserer Stadt interessierte, wurde in ein Abenteuer der besonderen Art verwickelt, über das der Kurier nach dem Fest noch gesondert berichten wird.
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Herr Uplegger versprach jedoch nach dem Fest noch für Stadtführungen zur Verfügung zu stehen. Wir werden die Termine jeweils frühzeitig ankündigen.


Spendenliste:

Von Torkil Steinfeld, einem Dun-Zwerg erhielten wir eine besondere Spendensammlung. Er schrieb uns dazu:

Betreff: Mitteilung über eine reichliche Lieferung verschiedener Waren stammend vornehmlich aus dem Zwergenreich

An den Herausgeber und Redakteuer des Vellhafener Kuriers zu Vellhafen, den Chefredakteur des Vellhafener Kuriers zu Vellhafen, den Vorsitzenden des bürgerlichen Organisationskomitees zu Vellhafen für die feierliche Begehung des Sommerfestes zur Sonnenwende in Vellhafen,

Es ist mir Ehre, die Ehre zu haben und folgende Posten als Beiträge zur Ermöglichung der Feierlichkeit beizutragen.

Der Braumeister Globok, Sohn des Marbok aus der Familie der Felsschleifer, sesshaft in Minenhall, bat mich 100 Flaschen Wald-Ur-Pils sowie die ebensolche Menge Zwergenbock zu liefern, damit niemand des Durstes leiden braucht und auch anwesende Zwerge bedenkenlos an der Feierlichkeit teilnehmen sollen. Über die Zahlungsmodalitäten berichtete mir der Cousin Braumeister, diese seien bereits abgewickelt worden.

Ein Priester im Sinne Ramboks gab mir einen Zeremonienhammer, falls die Notwendigkeit eintritt, etwas angemessen zu zertrümmern oder sonstwie schlagen zu müssen.

Die in Eisenfels stationierte Garnison der Eisengarde wünscht ein höheres Ansehen in den Städten des Vellhafener Städtebundes und stellt daher zwei Drachenschuppen aus ihrem eigenen Besitz zur Verfügung. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich nicht um Schuppen des legendären Drachen Schraugur handelt.

Der Lorenführer Loklok, Sohn des Oklok aus der Familie der Lorengießer übergab mir einen faustgroßen Disareg-Stein, welcher in der langen Zwergenstraße ausdiente, da er einige Verunreinigungen aufweist, sich sonst aber noch in gutem Zustand befindet.

Der Buchhändler Johann Wolfgang Vonn, ansässig in Bragen, gab mir zur allgemeinen Bildung und sicherlich auch zur Kundenwerbung die nachstehenden Bücher mit: Legenden und Sagen der Eiselfen Band 2, ein Buch und ein Buch eines Druiden. Mir selbst ist schleierhaft, woher er diese eher stümperhafte Auswahl hat, findet sie sich doch nicht in seinem ohnehin bescheidenen Sortiment wieder. Ich wage sogar zu behaupten, dass sein Werben wohl kaum zu seinem Ruf beiträgt, muss doch ein Besuch eine Enttäuschung darstellen.

Mit dem Falkner Marti Plizic aus Gruyheim kam ich in ein Gespräch, weil ihm auffiel, dass ich meine unermüdlichen Schelbarn reichlich Bier durch die Graulande tragen ließ. Als ich ihm von dem Sommerfeste anlässlich der Sommerwende berichtete, so gab er mir zwei Jagdfalken, wovon einer einem neuen Besitzer dargereicht, dem anderen jedoch am Sonnenhöchststand am längsten währenden Tage hochfeierlich die Freiheit geschenkt werden soll.

Schlussendlich will ich mich selbst nicht drücken, wo ich schon dermaßen viel zu überreichen gesandt worden bin, einen Beitrag zu leisten. Von den folgenden Edelsteinen trenne ich mich nur schweren Herzens:
4x Diamant
4x Topas
3x Smaragd
1x Rubin
Mich von dem besonderen Säbel zu trennen, welchen ich sinnloserweise in der Markthalle zu Eisenfels ersteigert habe, fällt mir wenig schwer. Ein Käsemesser aus Inoda stelle ich ebenfalls selbstlos zur Verfügung, stellt es für mich doch keine Attraktivität dar - nur vielleicht als eine Trophäe, aber keine, auf die es sich für mich als Zwerg lohnen kann, Stolz zu sein; handelt es sich schließlich um ein Schwert aus menschlicher Hand.

Hochachtungsvoll,
Torkil Steinfeld
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Bild Gnolle Dunkelschritt spendete Berserkerwein, einen besonderen Degen, ein besonderes Schwert und einen besonderen Zweihänder sowie 5.000 Gulden
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*Inkognito* von einem Mitglied der Jury des Poesiewettbewerbes erhielt der Kurier 15Valerianus Imperator
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Bild Schatzm.Kunthul spendete je einen Almanach der Anwandlungen, der Geisterbeschwörungen und Gestaltwandlung, eine besondere Doppelklinge, das Buch der Stutenkrieg, 10 Drachenschuppen, 5 alte Münzen, 34 goldene Statuetten, 4 Holzplättchen VII und ein Holzplättchen VIII, einen rosa Tigertanga und 5.000 Gulden
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Bild Radek von Boktor stiftete eine besondere Doppelstreitaxt, ein Fässchen Rum , eine Karaffe aus Eodatischem Glas und 1.000 Gulden
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Der Kurier dankt im Namen der Teilnehmer der Wettbewerbe und der Verlosung allen edlen Spendern. Mögen die Götter Eure Großzügigkeit vergelten.
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Fr 02 Okt, 2015 12:21

Harmi Wirsch betritt das Vorzimmer durch die Verbindungstür und geht bis zum Schreibtisch seiner Sekretärin. "Kathrein? Ein Bote aus Venlona hat den ersten Reisebericht von diesem Veit Valentini gebracht und ich denke .... ja ich denke, man kann das als Artikel abdrucken. Mal sehen wie unsere Leser darauf reagieren. Etwas viel Tristesse und es ist sprachlich noch nicht ganz ausgereift, aber durchaus brauchbar .. durchaus brauchbar, ja. Ich hab es ein klein wenig überarbeitet und so kann es in die heutige Ausgabe. Hier, kannst du das nachher zu den Schriftsetzern bringen? Ja? Danke dir. "

Harmi schiebt der Sekretärin ein beschriebenes Pergament über den Tisch. Harmi setzt hinzu: "Und wenn es in unserer Bildersammlung von Isabella oder einem anderen Künstler ein Bild von Venlona geben sollte, oder etwas was zu dem Beschriebenen passt, dann sollen sie es dazu setzen. Zumindest das Wappen sollten wir haben. Ich habs mal frei aus der Erinnerung dazu gemalt. Man weiß ja, dass auch in Vellhafen viele nicht lesen können, aber trotzdem wegen der Bilder unser Blatt kaufen. Aber du machst das schon. Ich weiß ja, dass ich mich auf dich verlassen kann." Harmi öffnet die Tür zum Flur und geht hinaus.

In der Setzerei landet schließlich der folgende Entwurf:

Wenn einer eine Reise tut ...
Der Vellhafener Kurier freut sich, seinen Käufern künftig auch Reiseberichte anbieten zu können. So erfährt der geneigte Leser auch etwas über andere Städte und Gegenden Antamars ohne selbst die Beschwerlichkeiten einer solchen Reise auf sich nehmen zu müssen.

Hier eine erste Beschreibung einer Reise in die freie Stadt Velona von Veit Valentini: Bild

Bild
Reise nach Venlona...
Eintreffen in Venlona Laguna Nova/Freie Stadt

Zu dieser Jahreszeit waren keinerlei andere Reisende in dieser Stadt anzutreffen und ich fragte mich, ob es der Jahreszeit geschuldet ist? Mitten im Sommer kommen vielleicht weniger Reisende nach Venlona?

Bereits am ersten Tag machte ich zunächst einmal einen ausgedehnten Rundgang durch die Stadt, fand sogar eine angenehme Begleitung für eine Fahrt auf der Gondel durch die Kanäle, die wir mit einem netten Essen abrundeten – ein sehr schönes Erlebnis.

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Doch bereits kurz nach dem Verlassen der Gondel machte ich eine schaurige Entdeckung in einer kleinen Seitengasse – ein vornehmer Mann lag dort zusammengekauert vor einem Hofeingang – vergiftet! Glücklicherweise konnte ich dem Mann helfen, doch was er mir nach seiner Genesung sagte, gefiel mir nun gar nicht... „Assasinen“ sollen es gewesen sein? Obacht!
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Vornehmer Venloner nach seiner Rettung durch Veit Valentini


Anschliessend wurde ich auch noch am helllichten Tage von Banditenpack überfallen! Mitten in der Stadt! Offenbar ist die Stadtwache hier nicht sonderlich rege...Und ob dieser Angriff Ausdruck reiner Not oder mangelnder charakterlicher Eignung war, wird sich sicherlich noch zeigen – ich vermute aber erst einmal die blanke Not, denn so schwach sollte ich auf andere nicht wirken, dass sie glauben könnten, mich mit einer Eisenpfanne zu überwältigen... Ferner traf ich einen der offenbar zahlreichen adligen Söldnerführer, der mich offenbar anwerben wollte...
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Beliebte Waffe in Venlona?


Meine Architektur-Kenntnisse musste ich ebenfalls verbessern...Aber doch sehr sehenswert...

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Anblick der Stadt mit wenig Menschen


Auf den ersten Blick wirkt die gesamte Stadt fast wie ausgestorben... kein einziger Reisender wagt sich hierher... selbst der große Marktplatz ist vollständig verwaist. Der hiesige Buchhandel erscheint außerordentlich gut bestückt und nicht allzu teuer. Nicht einmal ein Lagerhaus ist hier verfügbar!

Venlona Laguna Azurra
Am nächsten Tag zog ich weiter in den alten Stadtteil Laguna Azurra und begann zunächst mit einer ausgedehnten Tour durch die Strassen und Kanäle. Heute entdeckte ich endlich die legendäre „Ponte di Mothta“ - ein beachtliches Bauwerk, wenn man die Kürze der Bauzeit bedenkt. Aber allmählich begann der überall wahrnehmbare strenge Geruch den positiven Eindruck zu überlagern. Ich brauchte ein gutes Essen, ein guten Schluck und – frische Luft!
Ferner wurde der erste erfreuliche Eindruck dadurch getrübt, dass die renommierten Bauwerke – Dogenpalast, der Glastempel des Aiagos oder das Castello della Guarda Aiago für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind – ob da umfangreiche Umbauarbeiten oder Renovierungen für verantwortlich sind, erzählt mir noch niemand.

Gibt es hier denn überhaupt kein Gasthaus? Wo sind all die viel gerühmten Speisen der Venloner? Und kein Tropfen der edlen Weine, von denen alle reden... Die Einheimischen wirken mittlerweile ausgesprochen kontaktscheu... seit Stunden sprach niemand mehr mit mir – ob meine Wehrhaftigkeit die Ursache dafür war? Oder nur die falsche Kleidung? Ich musste einen Schneider finden! Auch der Marktplatz ist enttäuschend – ein einziger Stand mit nicht sehr großer Auswahl war dort aufgebaut.

Laguna Nuova
Wenigstens hier entdeckte ich ein Gasthaus – das Haus „Al Bano“, dass sich offensichtlich mehr auf Hochzeitsreisende spezialisiert hat – sehr teuer! Und man bediente mich noch nicht einmal aufgrund meiner Kleidung! Frechheit! Also ging ich zunächst zu Nesro Scaevola, dem hiesigen Schneider! Mit einem Federhut auf dem Kopfe und edlem Gehrock bekleidet, gelang es schließlich, bedient zu werden – doch, eigentlich ein recht ordentliches Essen für den Preis – aber alleine dafür lohnt die Reise nicht. Ansonsten ist dieser Stadtteil eher uninteressant. Der Markt war auch vollkommen verwaist.

Erneut wurde ich von einem älteren Ehepaar – so vermute ich – überfallen – schon wieder mit einer Bratpfanne. Eigenartige Gepflogenheiten herrschen hier! Habe aus der Ferne das Grosse Castell gesehen – eine Besichtigung war immer noch nicht möglich. Und auffällig sind die vielen Straßenkinder, die einen hier beklauen wollen – warum fragen sie nicht nach einem Groschen? Das ist wohl ihr Stolz...

Die Stadt erwies sich mittlerweile für mich als grosse Enttäuschung – nichts gibt es zu sehen, keine besonderen Anlagen, Parks oder Bibliotheken, keine Museen, Theater, Anlagen – was wollte ich hier noch? Habc dann beschlossen, erstmal als Schiffskoch zu arbeiten... so komme ich wenigstens etwas herum.


Der Kurier versichert, dass dies die Meinung des Schreibers über Venlona ist und auf seinen persönlichen Eindrücken beruht. Andere Reisende mögen das ganz anders empfunden haben und können uns gerne von ihren eigene Erfahrungen berichten.
Im Spiel verraten wir, wes Geistes Kind wir sind.
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Mi 07 Okt, 2015 09:34

"Kathrein? Gibst du mir bitte ein Exemplar der heutige Ausgabe gleich in mein Büro, wenn sie vom Boten hochgebracht wird? Wir mussten übrgens den Reisebericht von diesem Herr Valentini herausnehmen. Du hast das wunderbar aufbereitet, aber der Text von Herrn Valentini sollte nur ein Entwurf sein. Er will den Bericht wohl noch überarbeuten und solange darf er nicht erscheinen. Aber nicht schlimm, wir haben einen langen Artikel zur Eröffnung des Frauenhauses am Hafen, diesem Jardin d'orchidées rouges, da bin ich gespannt wie der komplett aussieht."

Harmi Wirsch überlegt kurz und kratzt sich am Hinterkopf bevor er weiter redet: "Ich habe den Bericht über das Haus, den Verwendungszweck und die Mädchen geschrieben und wir haben einen kleinen Rückblick auf die Geistergeschichte bei den Sommerfeststadtführungen mit dem Skelettfund aus der Baustelle des Jardin gemacht. Nach so etwas fragen die Leser! Bin gespannt, ob man es noch geschafft hat die Anekdote von Salix Uplegger ins Blatt zu bekommen, der erster Setzer meinte, es könnte knapp werden. Die Geschichte hat er uns beiden mal erzählt der Herr Uplegger, erinnerst du dich daran wie eine auswärtige Pflanzenkundlerin den Namen "Jardin d'orchidées rouges" geprägt hat? "
Warum das neue Frauenhaus am Hafen "Jardin d'orchidées rouges" heißt.
Spoiler:
Warum "Der Garten der roten Orchideen"?

Amanda Sommerblume, eine wunderschöne junge Elfe, die als Pflanzenkundlerin ihre Lebensunterhalt verdient, kommt nach Vellhafen um an der dortigen Universität ihre Kenntnisse zu vervollkommnen. Kaum hat sie im betriebsamen Hafen der Stadt ihr Schiff verlassen, beauftragt sie einen der zahlreichen Lastenträger, die im Hafen ihre Dienste anbieten, ihr Gepäck zum Haus ihrer Gastfamilie bringen zu lassen. Sie selbst möchte, froh wieder festen Grund unter den Füßchen zu haben, erst einmal einen Spaziergang machen.

Sie betrachtet die altehrwürdigen Handelsniederlassungen, das pittoreske Haus der Hafenwacht, die großen Lagergebäude, jedoch vermisst sie Gärten und Pflanzen. Erst als sie die eigentliche Hafenstraße verlässt wird sie fündig. Manch Gattin von Händlern und Fernfahrern hat es sich nicht nehmen lassen, wenigstens einen kleinen Vorgarten zu bepflanzen. Dort trotzen einige wenige robuste Blumen und Ranken den rauen Winden vom Meer und zeigen sich in bunter Pracht und sattem Grün.

Amanda ist zufrieden und wandert weiter bis sie plötzlich, erstaunt Augen und Mund aufreißend, stehenbleibt. „Das ist doch… das sind doch... unglaublich! Ein Jardin d'orchidées !" entfährt es ihr laut, als sie ein Haus sieht, auf dessen Grund nur eine einzige Sorte Blumen zu wachsen scheint, die sich überall herumranken, ein zartes Grün und sattes Rot erstrahlen lassen und darüber hinaus einen betörenden Duft in der Luft verteilen.

Die Elfe bleibt stehen, atmet tief ein und staunt: „Orchideen? Eine rote Amoralia midi? Und das hier, im gemäßigten Vellhafen? Nicht in den südlichen Gefilden, wie geht das?“ Als Pflanzenkundlerin ist ihr durchaus bekannt, dass diese Blume einen durchweg warmen Boden braucht um zu gedeihen. Die Lufttemperatur ist dabei gar nicht so wichtig. Aber wehe diese Pflanze bekommt einmal kalte Füße, sprich ihre Wurzel müssen sich mit niedrigen Temparaturen plagen. Dann geht sie ein. Daher steht die Elfe staunend vor dieser Pracht und wundert sich.

Ein alter Mann nähert sich ihr lächelnd. Er bleibt bei ihr stehen, weidet sich einen kleinen Moment an ihrem staunenden Blick und ihrer Freude und erklärt dann: „Meine Dame, ich sehe, Ihr wundert euch, wie so einige Besucher, die hier vorbeikommen und denen diese Blume und deren Vorliebe für warme sonnenbeschienene Böden bekannt ist. Wenn ich mich vorstellen darf, mein Name ist Salix Uplegger und ich kann Euch erklären, wieso diese Pracht, die hier wahrlich nicht heimisch ist, dennoch wächst.“

Ein leises Lächeln schleicht sich in Amandas Gesicht als sie aufschaut und den freundlich wirkenden Mann betrachtet und seiner Vorstellung zuhört. „Amanda Sommerblume mein Name, seid gegrüßt. Ich wäre euch mehr als dankbar, wenn ihr mir eine Erklärung für dieses eigenartige Phänomen liefern könntet. Arbeitet der Gärtner hier womöglich gar mit Magie? Ich bin nämlich Pflanzenkundlerin und studiere die Gewächse in ganz Antamar. Bisher sah ich dieser Pflanze in freier Natur nur in der Gegend von Port Midi und den dort vorgelagerten Inseln.“

Salix schmunzelt und beeilt sich zu erklären: „Wir haben in der Stadt ein großes Badehaus, die Händlertherme. Und als Stadt, die viel Handel betreibt, haben wir wohlhabende und anspruchsvolle Gäste, die regelmäßig die Vorzüge einer solchen Therme zu genießen wissen. Und wir haben ein unterirdisches Abwassersystem. Diese beiden Dinge und der Zufall, dass die Abwasserkanäle der Therme, wo dauernd warmes Wasser abgeleitet wird, genau hier unter diesem Grundstück verlaufen und dann dort hinten ins Meer entlassen werden…“ Der alte Stadtarchivar und Stadtführer aus Passion zeigt mit einer Handbewegung in Richtung Hafen. „…führen dazu, dass diese Blumen hier wachsen. Hinzu kommt noch, dass dieses Haus hier von der großen Handelsniederlassung da vorne und den umliegenden höhere Gebäuden vor dem Wind vom Meer geschützt wird. Also keine Magie, nur eine Verkettung sehr glücklicher Umstände lassen diese hübsche Blume hier in unserem schönen Vellhafen erblühen.“

Amanda Sommerblume, die dem alten Mann mit offenem Mund zugehört hat, nickt nun bedächtig: „Habt Dank, werter Herr Uplegger. Ich habe schon gedacht ich sehe nicht richtig. Ein Garten voll Amoralia midi! Hier in Vellhafen! Ein Jardin d'orchidées rouges. Aber jetzt, wo ihr mir erklärt habt, wie dieses Wunder zustande kommen konnte, traue ich erst meinen eigenen Sinnen wieder. Habt vielen Dank und einen schönen Tag wünsche ich Euch noch.“ Sie pflückt sich eine der roten Blüten, atmet tief ein und geht dann ihrer Wege.

Bild
Amoralia midi

Harmi sucht im einem Regal des Vorzimmers einen bestimmten Ordner heraus und verzieht sich mit diesem in sein eigenes Büro. Die Verbindungstür lässt er offen. Sofort vertieft er sich in den Ordner und betrachtet vor allem einige der Bilder die dort zu finden sind. "Ach ja!" seufzt er und liest:
Alle Artikel zur Geschichte vom Geist des Roland "Rollo" Rousseau und seiner Verlobten Gretchen Groschengrab
Spoiler:
Skelett bei Bauarbeiten gefunden!
Auf einem Grundstück im südlichen Hafenbereich errichtet eine Guîrfóg, die sich Maya nennt, ein weiteres Frauenhaus. Der Stadtrat und große Teile der Bürgerschaft begrüßen dieses Vorhaben sehr . In letzter Zeit ist nämlich durch den hohen Anteil an unverheirateten jungen Männern in Vellhafen und natürlich die entsprechende Zahl von Seeleuten, die sich vorübergehend hier aufhalten, die Zahl der Vergewaltigugen beunruhigend angestiegen. Das bestehende Bordell im Hafenviertel und die freien Hübschlerinnen, die gelegentlich in unserem Hafenviertel umher streifen, können der steigenden Nachfrage nicht Herr werden.

Aufgrund des hohen Anteils an rauflustigen Seemännern und Männern des einfachen Volkes meiden die Herren der besseren Gesellschaft dieses bisherige Haus und auch die Bürger schicken ihre unverheirateten Söhne nur ungerne dorthin. Maya, die hübsche Besitzerin des neues Hauses, will nun mit edler Einrichtung und entsprechender Auswahl und Schulung der Dirnen, die bei ihr arbeiten, erreichen, dass Edelleute und gehobene Bürgerschaft bei ihr ein- und ausgehen werden. Nach Fertigstellung wird also ein weiteres Frauenhaus dafür sorgen, dass unsere ehrbaren Mädchen und Frauen vor Belästigungen oder gar Schändungen verschont bleiben.

Bei den Bauarbeiten an diesem Haus wurde nun gestern ein Skelett gefunden. Nach den Resten der Kleidung und ein paar weiteren Fundstücken bei den sterblichen Überresten zu urteilen, handelte es sich wohl um einen Auretanier, der dort vor etlichen Götterläufen zu Tode gekommen sein muss. Der Stadtrat hat die Überführung der Knochen zum Nergasacker befohlen um sie dort bestatten zu lassen. Bis dies geschehen ist, müssen die Bauarbeiten eingestellt werden. Wir werden Euch, verehrte Leserinnen und Leser, natürlich berichten wenn wir Näheres über den grausigen Fund in Erfahrung bringen können.
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Harmi blättert zum nächsten Artikel:
Seltsame Vorkommnisse auf der Baustelle am Hafen - Skelett kann nicht zum Nergasacker verbracht werden
Da die Identität des Toten nach all den Jahren, die er wohl schon dort gelegen hat, nicht geklärt werden konnte, verfügte der Stadtrat, dass die sterblichen Überreste auf dem Nergasacker bestattet werden sollen. Die Kosten dafür trägt die Stadt. Aber, so erfuhr der Kurier bei seinen Recherchen, das Skelett ließ sich nicht bergen. Die Arbeiter die es wegbringen wollten, wurden durch allerlei Vorkommnisse daran gehindert. Als sie versuchten die sterblichen Überreste in einen Sarg zu legen, stürzte ihnen ein Balken direkt vor die Füsse. Sie erschraken und versuchten es dann wieder. Dann begann es plötzlich extrem stark zu regnen. Die Bauarbeiter stellten sich unter und schon hörte der Regen wieder auf. Dann gingen sie wieder zum Skelett und wollten es in den Sarg betten. Da war plötzlich der Deckel des Sarges verklemmt und ließ sich nicht mehr öffnen. Beim nächsten Versuch liefen plötzlich ganz viele Ratten in der Baugrube umher. Der Baumeister selbst ließ dann alle Versuche einstellen weil er an einen Fluch oder Dämonenwerk glaubte.

Schmunzelnd erinnert sich Harmi an all die Gerüchte die dann anschließend in Vellhafen kursierten und blättert weiter:
Seltsame Vorkommnisse um die alte Taverne am Hafen aufgeklärt, die Bauarbeiten am Haus wurden wieder aufgenommen, Skelett des ermordetenen Auretaniers auf dem Nergasacker bestattet
Zufällig kam eine Gruppe Personen an die die Baustelle, die sich eigentlich nur dem Stadtführer Salix Uplegger angeschlossen hatten, um seinen Erläuterungen über die Stadt Vellhafen zu lauschen. Ihnen erschien dort der Geist von Roland "Rollo" Rousseau, den sie aber nicht sofort als solchen erkannten, sondern für eine lebende Person hielten. Seine Geschichte rührte sie und sie wollten diesem helfen seine Verlobte Gretchen in Vellhafen zu finden. Er zeigte ihnen Bilder vo sich und Gretchen die er in einem Medaillon um den Hals trägt.
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Über viele Rätsel, die es zu lösen galt, konnte die Gruppe dem Mann helfen, erkannte am Ende aber auch, dass es sich nur um seinen Geist handelte. Sie informierten seine Verlobte die inzwischen eine alte Frau geworden ist und auf dem Markt in Vellhafen ihre Kartoffelsuppe feilbietet: Greetje Groschengrab. Dadurch wurde der Geist des Roland "Rollo" Rousseau erlöst, man konnte das Skelett zum Nergasacker bringen und zur ewigen Ruhe betten.

Harmi Wirsch stiftete einen Gedenkstein mit der Inschrift:
Hier ruht Roland Rollo Rousseau,
der Verlobte von Gretchen Groschengrab,
feige gemeuchelt als er auf dem Wege zu seiner Auserwählten war.
Möge sein unruhiger Geist nun Ruhe finden und Nergas ihn gnädig aufnehmen.
Vellhafen im Jahre 995 nZ


Harmi Wirsch schlägt den Ordner zu und nimmt lächelnd die heutige Ausgabe des Kurier in Empfang.

Vellhafener Kurier
Ausgabe vom 13. Wassermond des Jahres 995 nZ


Eröffnung des Jardin d'orchidées rouges

Was lange währt ... trotz aller Unbill und mit etwas Verzögerung wird in zwei Tagen das zweite Frauenhaus Vellhafens eröffnet werden.

Im Gegensatz zum städtischen Bordell will dieses Haus den Ansprüchen des Adels und der gutsituierten Bürgerschaft genügen. Wie wir erfuhren begrüßt diese Klientel das neue Haus und fiebert der Eröffnung entgegen. Nicht nur, dass man die Söhne nicht mehr zur Unterweisung in der körperlichen Liebe in ferne Länder schicken muss, nein, man erwartet auch in gesellschaftlicher Hinsicht eine Bereicherung für Vellhafen. Endlich kann man hochgeborenen Gäste auch ein gepflegtes Haus bieten um bestimmten Vergnügen nachzugehen. Den diesbezüglichen Spott, insbesondere der auretanischen Besucher, war man seit langen Leid.

Der Kurier suchte die Besitzerin Maya auf um einige Vorabinformationen über das Haus, die Bewohner und die beabsichtigte Festivität zu erhalten. Maya war so zuvorkommend uns Gemälde des Hauses, der Damen, die künftig den Salon dort beleben werden sowie des Personals zur Verfügung zu stellen.

Bild

Das Haus, die alte Taverne am Hafen, ist nach den erfolgten Umbau- und Renovierungsarbeiten nicht wieder zu erkennen.

Was früher die alte Taverne am Hafen war, erstrahlt nun endlich in neuem Glanz. Das Mauerwerk wurde neu verputzt und in einem kräftigen Rot und Hellblau gestrichen, Türrahmen, Geländer und Säulen, welche mit Schnitzereien versehen und weiß bemalt ebenso frisch erstrahlen. So zieren die Balken und Ständer kunstfertig ausgearbeitete Orchideen, die das Thema der Fassade bilden. Auch das Geländer, das den umlaufenden Balkon umgibt, wird von Orchideenblüten beherrscht. Selbst der massive Türklopfer, der mitten auf der ebenso weiß gestrichenen Eichentür, die einer Burg zur Ehre gereichen würde, in der Sonne glänzt, ist in Form einer Orchideenblüte filigran ausgearbeitet. Die Fenster im Erdgeschoss sind mit Fensterläden verschlossen und von innen hängen dicke Vorhänge, so dass niemand das Innere erblicken kann, der sich nicht durch die Tür begibt. Wer klopft, dem tut sich das Guckfenster auf, das in Augenhöhe in der Tür eingelassen wurde.

Bild

Bild Bild Bild Bild Bild


Der werte Leser erblickt Maya, die Besitzerin des neuen edlen Etablissements. Maya ist eine junge schöne Guî, die schon ein paar Götterläufe in Vellhafen lebt. Zu ihrer Stellvertreterin hat sie die erste Dame in der zweiten Reihe ernannt: Madame Villoing , eine selbstbewusste Dame, die dem Akzent nach aus Endrouelle stammt.

Die zweite junge Dame in der Reihe nennt sich Claire und ist Lúnasadherin . Über sie geht ein Gerücht durch Vellhafen, dass sie sich nicht freiwillig in diesem Haus aufenthalten würde. Sowohl Maya als auch Madame Villoing versicherten dem Kurier allerdings glaubhaft, dass dies auf keinen Fall zutrifft und dieses Gerücht nur durch die üble Verleumdung eines Schwertgesellen entstanden ist. Jener soll in diese Claire verliebt und abgewiesen worden sein und deshalb diese Anschuldigungen verbreiten.

Auf dem nun folgenden Bild sieht der geneigte Leser eine junge Frau, von der es heißt, sie wäre wohl adeliger Abstammung. Ihre zarte weiße Haut und die untadelige Manieren könnten ein Indiz dafür sein. Sie selbst nannte unserem Redakteur allerdings nur den Vornamen Florentina und beeilte sich zu versichern, sie sei Musika und würde künftig die Gäste mit dem Spiel auf der Bandurria und Gesang unterhalten.

Sanyadriel, die dunkelhaarige Schönheit, die immer eine rote Orchidee im Haar trägt, ist Südsternin und stets in Gesellschaft der Madame Villoing anzutreffen. Sie scheint jener zu folgen wie ein Schatten und der Mitarbeiter des Kurier fand keine Gelegenheit sie selbst nach Herkunft und Einzelheiten zur Person zu befragen. Die rothaarige Dame auf dem letzten Bild in der Reihe nennt sich Sophia. Auch sie haben wir leider noch nicht in einem persönlichen Gespräch erlebt und wissen nur, dass sie aus dem Kaiserreich stammen soll.

Im Haus leben drei weitere Personen die man wohl zum Personal rechnen muss.
Bild Bild

Diese Frau nennt sich Kea-Loa und ist wohl eine Makuewa. Sie mag auf den ersten Blick nicht so recht zu dem edlen Haus passen und wohnt auch folgerichtig nicht direkt im Haus, sondern haust in ihrem Planwagen der hinter dem Haus auf dem Hof abgestellt wurde. Eines der Mädchen veriet uns, Kea-Loa sei, auch wenn sie schmutzig wirke, kaum noch Zäune im Mund habe und mitunter auch seltsam daher rede, sehr freundlich und nett und würde für die Mädchen Kräuter bereitstellen sowie Salben, Cremes und Seifen anrühren und kochen. Außerdem sei die Kräuterhexe eine persönliche Bekannte der Hausherrin.

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Als dienstbaren Geist für die Sauberkeit im Haus und das leibliche Wohl der Damen hat man einen Tekkaio aus Inoda verpflichtet. Er nennt sich Kenshi und ist ein schlicht gekleideter junger Mann, der seine Pflichten mit Eifer erfüllt.

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Tre'af Abteufer wurde als Türsteher angestellt. Er ist Trollinger und beeindruckt schon durch die schiere Körpergröße und Kraft. Er scheint jedoch ein freundlicher, sanfter Hüne zu sein, ein bessere Umschreibung fällt dem Redakteur zu dieser Person nicht ein. Er artikuliert sich mit klaren Worten und in einem freundlichen Tonfall. Er wird sicher keine Mühe damit haben unerwünschte Gäste und Pöbel vom Jardin fern zu halten und ebenso dafür zu sorgen, dass eingelassene Gäste sich angemessen verhalten.

Wir hoffen, mit diesem ausführlichen Bericht die dringendsten Fragen unserer Leser beantwortet zu haben. Nur zur Inneneinrichtung des Jardin d'orchidées rouges durften wir auf Wunsch der Dame Maya nichts schreiben. Diese sollen die Gäste am Eröffnungstage selbst besichtigen und dort in Erstaunen versetzt werden. Dieses Vorhaben wird dem Jardin gelingen, da sind wir uns nach einer ersten Vorabbesichtung der Räumlichkeiten sehr sicher. Wir wünschen Maya und ihren "Orchideen", wie sie ihre Damen gerne auch nennt, viel Erfolg und eine schöne Eröffnungsfeier.



OOC: Falls sich jemand wundert, dass eine Zeitung so ausführlich und freimütig über die Eröffnung eines Bordells berichtet ... Im Mittelalter (und in dieses Zeitalter ist unser Antamar ja zumindest grob angesiedelt worden) hatten solche Einrichtungen und die Dirnen in solchen Häusern eine andere gesellschaftliche Stellung als heute. Die Dirne war laut Wikipedia in erster Linie eine unverheiratete Frau, die Sex mit mehreren Männern hatte. Die Tatsache, dass sie dafür Geld nahm, galt den wenigsten Zeitgenossen als unmoralisch ...
Spoiler:
Um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich in den Städten deutlich mehr unverheiratete Männer umtrieben als Frauen und um die Verwaltigungen und Belästigungen ehrbarer Frauen und Mädchen klein zu halten, richteten die Städte sogenannte Frauenhäuser ein. Diese wurden an einen Frauenwirt (oder ein Ehepaar) verpachtet und dort wurde dann offiziell käufliche Liebe angeboten. Die Dirnen oder Hübschlerinnen wie man sie nannte mussten sich an diverse vorgeschriebene Regeln bezüglich ihrer Kleidung und ihres Auftritts in der Öffentlichkeit halten.

"In Zeiten erhöhter Nachfrage, etwa bei Messen, Jahrmärkten, Reichstagen oder Konzilien, konnte das Stammpersonal rasch durch "varende Frawen" aufgestockt werden."
"Während des Konzils von 1414 bis 1418 in Konstanz waren zeitweise bis zu 1500 Prostituierte zugegen. Auch beim Reichstag von 1394 in Frankfurt entfielen auf die 300 Delegierten nicht weniger als 800 Dirnen."
"Die städtisch bediensteten Dirnen hatten vielerorts zwar nicht gerade einen Beamtenstatus, aber doch fast das Ansehen einer Handwerkerzunft. Sie nahmen im Kirchengestühl ihren festen Platz ein, wurden zu Hochzeiten eingeladen und marschierten bei Prozessionen mit. In Frankfurt nahmen die kommunalen Nutten am alljährlichen Hirschessen der Ratsherren teil."
Quelle: Süntlich werck - DER SPIEGEL 35/1992 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680992.html

"Bordellarten
Manche Prostituierten in deutschen Städten arbeiteten in Bordellen, die von der Obrigkeit (den Herrschenden) gegründet wurden. Manchmal waren es aber auch private Bordelle, die von den Obersten der Stadt zugelassen wurden. Wieder andere gehörten der Stadt selbst und wurden von einem Verwalter geleitet."

"Die Prostituierten wurden von der Öffentlichkeit zwar nicht respektvoll behandelt, dafür aber wurde ihre Wichtigkeit für die städtische Gemeinschaft erkannt. Genauer gesagt waren es vor allem die Geistlichkeit und die Obrigkeit, die die Prostituierten als “gefallene Mädchen” ansahen. Die Bevölkerung, zumindest dort wo man der Meinung war, dass Geschlechtsverkehr mit unverheirateten Frauen in Ordnung war, sah Prostitution als alltägliche Dienstleistung von Huren an."

"Kontakt zu “anständigen” Frauen
Auch städtische Frauen hatten Kontakt mit Huren, wenn es um Mitteilung von Neuigkeiten oder einfach die Verbreitung von Klatsch ging. Auch hatten Huren mit ihrer besonderen Erfahrung den “normalen” Frauen einiges voraus, denn Sexualität war fast überall ein verschwiegenes Thema. So gibt es einen Beleg dafür, dass eine Prostituierten einer reichen Witwe den Rat gab, sich nicht auf die Hochzeit mit einem Mann einzulassen, da dieser Probleme mit seiner Standhaftigkeit hatte und ihr in der Ehe nicht ausreichen Lust bereiten könne."
Quelle: Prostitution im Mittelalter http://deutschland-im-mittelalter.de/Ku ... ostitution

Wen das Thema näher intressiert: Hier findet man ein gute Dokumentation über ein mittelalterliches Frauenhaus in Nördlingen. Akten aus dem Nördlinger Stadtarchiv dokumentieren das Schicksal der aus Eichstätt stammenden Wanderhure Els von Eystett. Sie war im damaligen Nördlinger Frauenhaus in der Frauengasse als Prostituierte zugange. Keine langweilige Doku, denn man produzierte Spielszenen, die realitätsnah Alltag und Probleme der Prostituierten zeigen.
https://www.youtube.com/watch?v=ohuWxUAXE38
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Do 05 Nov, 2015 18:43

Vellhafener Kurier
Ausgabe Herbst des Jahres 995 nZ


Stadtwache vermeldet Erfolg bei der Bekämpfung der Banditen und Wegelagerer vor den Stadttoren
Reisen aus dem Umland in die Stadt Vellhafen sollen nun wieder sicherer sein. Der Stadtwache gelang es nach vielen Bemühungen eine Bande von Wegelagerer dingfest zu machen. Die Banditen sind geständig und es wurde in deren Unterschlupf ein Teil der Beute sichergestellt. Bürger, die in der Vergangenheit Opfer der Diebesbande wurden, können sich auf der Stadtwache melden und dann ihr Eigentum zurückerhalten. Der Richter wird in wenigen Tagen sein Urteil fällen, der Prozess gegen die Verhafteten hat heute begonnen.

Spendenaufruf zum diesjährigen Winterfest
Für die große Verlosung am Tag der Wintersonnenwende suchen wir noch Sach- und Goldspenden. Ein guter Grundstock ist bereits vorhanden weil einige Gewinner vom Sommerfest ihre Gewinne nicht abgeholt haben und die Mitarbeiter des Kuriers selbst Teile ihres Einkommens dafür gespendet haben. Die Spender werden, wie jedes Mal zu den Sonnenwendfesten, im Kurier namentlich erwähnt.

Musik, Ambiente, Leidenschaft - Der Jardin d'orchidées rouges öffnete seine Pforten
Ein Bericht von Knud Håkansson

»Am späten Abend des 15. Wassermondes war es endlich soweit. Von lautem Beifall begleitet, wurde erstmals die rote Laterne des Jardin d'orchidées entzündet. Viele bekannte Persönlichkeiten versammelten sich, darunter auch Vojtech Orbán, Hauptmann der Hafenwache, um an der großen Eröffnungsfeier teilzunehmen. Auch der Vellhafener Kurier war vor Ort.

Die Anwesenden staunten nicht schlecht als sie durch den roten Vorhang schritten, hinein in den großen Salon. Wie wir bereits berichteten, wurde die alte Taverne am Hafen von Grund auf erneuert. Nun zieren orchideenartige Schnitzereien das Fachwerk, die Wände wurden in einem kräftigen Rot gestrichen und mit Wandteppichen behangen. Für die Beleuchtung des Salons sorgen zahlreiche auf Tische und Ständer verteilte Kerzen.

Als die Gäste in den zu Sitzgruppen arrangierten Sesseln Platz nahmen, dauerte es nicht lange bis Madame 'Maya', die Inhaberin des Jardins, die Gäste des Abends persönlich begrüßte. In einer kurzen Rede dankte die Guîrfóg für das zahlreiche Erscheinen und kündigte den ersten Programmpunkt des Abends an: Die musikalische Darbietung eines Duos, bestehend aus Madame Villoing am Klavier und Florentina mit der Bandurria, beide Damen des Hauses. Dazu trugen sie feinsten Bänkelsang vor: "Ergib dich freudig deinen Sinnen, sei einfach jemand der genießt - Bis nach dem ersten Schrei des Hahnes der Jardin die Pforten schließt."

Genüsslich ging es weiter. Die Gäste bekamen zur Feier des Abends ein buntes Buffet serviert, bestehend aus den Gerichten der künftigen Speisekarte: Makrelen auf Dillkartoffeln, Forellenthaler, Kaviar sowie Rinderfilet mit Trauben-Himbeer-Vinaigrette.

Nachdem alle gespeist hatten, widmeten sich die Damen des Hauses nun mehr den Gesprächen.

Madame Villoing bekräftigte uns gegenüber nochmals den Unterschied zwischen einem Bordell und dem Jardin d'orchidées: "Das ist wie mit die Essen, eine Frage der Philosophie. Wenn du nur schnell deine 'unger stillen willst, dann findest du disch 'ier vielleischt nischt so gut aufge'oben? Wir beginnen nischt mit dem Essen. Wir beginnen am Markt, suchen die rischtigen Szutaten und berauschen uns an ihre Farben, den Düften und genießen mit allen Sinnen. Dann tragen wir alles nach 'ause, feiern unsere Vorfreude und schüren unsere Erwartung. Was wir erwählt 'aben bringen wir in die Küsche, wo wir es putzen, schälen, schneiden, 'acken und sorgsam und mit 'ingabe vorbereiten. Danach kochen, braten oder dampfen wir es, backen oder sieden es und wir naschen und probieren es. Dann rischten wir es auf eine Teller kunstvoll an, garnieren es, servieren es. Und erst dann, wenn das Reszept perfekt gelungen erscheint und wir eine passende Wein ausgesucht 'aben, dann erst essen wir. Vielleischt!"

Ein Gast, dem wir versprechen mussten, dass wir seinen Namen nicht erwähnen werden, äußerte sich in einem Gespräch äußerst positiv: "Ein durchaus gelungener Abend! Die Damen sind wunderschön und aufgeschlossen. Der Jardin scheint sehr gelungen. Und das Essen schmeckt tausendmal besser als zu Hause." Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, im Jardin nun häufiger einzukehren, bekamen wir keine Antwort mehr. Eine Dame des Hauses forderte ihn zum Tanz auf und entführte ihn in die Mitte des Salons.

Für unsere Leser haben wir im Folgenden nochmals ein paar Ratschläge zusammengefasst, mit denen einem gelungenen Besuch im Jardin nichts mehr im Wege steht:«


"I. Die rote Laterne über dem Eingang wird künftig signalisieren, ob das Etablissement geöffnet hat.

II. Das Jardin d'orchidées ist ein edle Einrichtung. Dementsprechend sind auch die Preise für Speis, Trank und Leidenschaft. Tragt einen gut gefüllten Münzbeutel bei Euch, um unnötigen Zwist zu vermeiden.

III. Die Damen des Orchideengartens sind keine Dirnen! Sollte eine Dame Interesse an Euch zeigen, so wird sie sich erobern lassen. Wenn nicht, respektiert diese Entscheidung.

IV. Waffe und Rüstung können zwar in der Garderobe abgelegt werden, doch empfiehlt es sich, diese Art von Ausrüstung erst gar nicht mitzubringen.

V. Etikette! Sollte sich eine Dame mit einem Gast im Dialog befinden, so wahrt einen gewissen Abstand, um die Romanze nicht zu stören."


»Die Eröffnungsfeier dauerte bis zum Morgengrauen. Einige der Herren zogen sich schon bald zufrieden mit ihren Gastgebern zurück. Für Madame Maya und ihre Damen war es ein erster Erfolg: "Wir sind überglücklich, dass wir unseren Gästen den Jardin im besten Licht präsentieren konnten. Es hat alles gestimmt, alle Ideen wurden perfekt umgesetzt", teilte sie uns in einem persönlichen Gespräch mit.

Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als ob die Festivität verschoben werden müsste. Wie wir bereits berichteten, kam es zu Verzögerungen bei den Renovierungsarbeiten, als ein Skelett auf der Baustelle gefunden wurde, das sich partout nicht entfernen ließ. Doch mit der Hilfe einiger Abenteurer wurde der Geist des Mordopfers erlöst und auf dem Nergasacker zur letzten Ruhe gebettet. So konnte der Bau noch rechtzeitig fortgesetzt werden.

"Wir hoffen, dass der Jardin im Vellhafener Nachtleben schon bald einen festen Platz einnehmen wird. Mit kulinarischen Köstlichkeiten, gemütlichem Ambiente und viel Leidenschaft möchten wir noch lange im Gedächtnis unserer Gäste bleiben."

Der Vellhafener Kurier wünscht Madame Maya und ihren Damen für die Zukunft alles Gute. Auf dass das Licht der roten Laterne noch lange in unserem schönen Vellhafen brennen wird.«




Eine Studienreise nach Venlona
Ein Bericht von Veit Valentini

»Nach langer, reiflicher Überlegung kam ich zu der Entscheidung, nun doch endlich die Universität von Venlona zu besuchen, um meine Sprachkenntnisse zu vertiefen. Mit einer gefüllten Geldkatze reiste ich durch die Graulande bis Norbrück – leider gibt es von dort keinen passierbaren Fußweg in die ehrwürdige, alte Stadt. Und da mir Schiffsreisen zu langweilig sind, entschloß ich mich kurzerhand, die Strecke per Kutsche zurückzulegen. Leider wählte ich die schnellste Reiseverbindung per Eilkutsche – neben den hohen Kosten waren auch die Mitreisenden eher wortkarg; vermutlich, da alle aus „besseren Kreisen“ stammten.

Eintreffen in Venlona Laguna Nova/Freie Stadt – Eintrag 1 – 24. Weisheitsmond
Nach nur drei-tägiger Reise – die Viehwagen hätten das Vierfache davon benötigt! - traf ich schließlich gegen Mittag in der alten Stadt an der Lagune ein. Zu dieser Jahreszeit waren keinerlei andere Reisende in dieser Stadt anzutreffen – offenbar keine Hauptsaison Mitte Sommer...

Bereits am ersten Tag machte ich zunächst einmal einen ausgedehnten Rundgang durch die Stadt, fand sogar eine angenehme Begleitung für eine Fahrt auf der Gondel durch die Kanäle, die wir mit einem netten Essen abrundeten – ein sehr schönes Erlebnis. Doch bereits kurz nach dem Verlassen der Gondel machte ich eine schaurige Entdeckung in einer kleinen Seitengasse – ein vornehmer Mann lag dort zusammengekauert vor einem Hofeingang – vergiftet! Glücklicherweise konnte ich dem Mann helfen, doch was er mir nach seiner Genesung sagte, gefiel mir nun gar nicht... „Assassinen“ sollen es gewesen sein? Das klingt nicht gut – ich werde meine Waffe stets griffbereit halten. Obacht!

Anschliessend wurde ich auch noch am helllichten Tage von Banditenpack überfallen! Mitten in der Stadt! Offenbar ist die Stadtwache hier nicht sonderlich rege...Und ob dieser Angriff Ausdruck reiner Not oder mangelnder charakterlicher Eignung war, wird sich sicherlich noch zeigen – ich vermute aber erst einmal die blanke Not, denn so schwach sollte ich auf andere nicht wirken, dass sie glauben könnten, mich mit einer Eisenpfanne zu überwältigen... Ferner traf ich einen der offenbar zahlreichen adligen Söldnerführer, der mich offenbar anwerben wollte...

2. Eintrag – 25. Weisheitsmond
Am nächsten Morgen dann gleich die ersten Kurse an der Universität belegt und auch ganz achtbare Fortschritte erzielt. Aber – wie langweilig! Es gibt nur wenige Kommilitonen hier, und die abendlichen Ausgeh-Möglichkeiten sind sehr begrenzt. Durch die Gassen schlendern...? Zu gefährlich im Dunkeln. Meine Architektur-Kenntnisse musste ich ebenfalls verbessern...Aber doch sehr sehenswert die Stadt, die Plätze...

Auf den ersten Blick wirkt die gesamte Stadt fast wie ausgestorben... kein einziger Reisender wagt sich hierher... selbst der große Marktplatz ist vollständig verwaist. Der hiesige Buchhandel erscheint außerordentlich gut bestückt und nicht allzu teuer. Leider ist nicht einmal ein Lagerhaus hier verfügbar! Bin müde... Erstmal schlafen gelegt.

3. Eintrag – 29. Weisheitsmond
Venlona Laguna Azurra
Ein paar Tage nahm ich mir einmal frei und zog ich weiter in den alten Stadtteil Laguna Azurra und begann zunächst mit einer ausgedehnten Tour durch die Strassen und Kanäle.

Heute entdeckte ich endlich die legendäre „Ponte di Mothta“ - ein beachtliches Bauwerk, wenn man die Kürze der Bauzeit bedenkt. Aber allmählich beginnt der überall wahrnehmbare strenge Geruch den positiven Eindruck zu überlagern. Ich brauche ein gutes Essen, ein guten Schluck und – frische Luft!
Ferner wird der erste erfreuliche Eindruck dadurch getrübt, dass die renommierten Bauwerke – Dogenpalast, der Glastempel des Aiagos oder das Castello della Guarda Aiago für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind – ob da umfangreiche Umbauarbeiten oder Renovierungen für verantwortlich sind, erzählt mir noch niemand.

Gibt es hier denn überhaupt kein Gasthaus? Wo sind all die viel gerühmten Speisen der Venloner? Und kein Tropfen der edlen Weine, von denen alle reden... Die Einheimischen wirken mittlerweile ausgesprochen kontaktscheu... seit Stunden spricht niemand mehr mit mir – ob meine Wehrhaftigkeit die Ursache dafür ist? Oder nur die falsche Kleidung? Ich muss einen Schneider finden! Auch der Marktplatz ist enttäuschend – ein einziger Stand mit nicht sehr großer Auswahl ist aufgebaut.

4. Eintrag – 7. Erdenmond
Laguna Nuova
Wenigstens ein Gasthaus habe ich entdeckt – das Haus „Al Bano“, dass sich offensichtlich mehr auf Hochzeitsreisende spezialisiert hat – sehr teuer! Und man bedient mich noch nicht einmal aufgrund meiner Kleidung! Frechheit! Also zunächst zu Nesro Scaevola, dem hiesigen Schneider. Mit einem Federhut und edlem Gehrock – sehr teuer! - gelang es schließlich, bedient zu werden – doch, eigentlich ein recht ordentliches Essen für den Preis – aber alleine dafür lohnt die Reise nicht. Ansonsten ist dieser Stadtteil eher uninteressant. Der Markt vollkommen uninteressant.

Heute bin ich schon wieder von einem älteren Ehepaar – so vermute ich – überfallen worden – schon wieder mit einer Bratpfanne! Eigenartige Gepflogenheiten herrschen hier! Habe aus der Ferne das Grosse Castell gesehen – eine Besichtigung ist immer noch nicht möglich. Und auffällig sind die vielen Minderjährigen, die einen hier beklauen wollen – warum fragen sie nicht nach einem Thaler? Das ist wohl ihr Stolz...

Die Stadt erweist sich mittlerweile als grosse Enttäuschung – nichts gibt es zu sehen, keine besonderen Anlagen, Parks oder Bibliotheken, keine Museen, Theater, Anlagen – was will ich hier noch? Habe beschlossen, vorläufig erstmal als Schiffskoch zu arbeiten...
Diese Kurse an der Universität fressen meine letzten Geldvorräte auf. 1 Gulden hier, 2 Gulden da – in rasender Geschwindigkeit verschlingen diese gierigen Professores meine Münzen. Und dazu diese dumpfe, stickige Luft! Muß jetzt schon fast eine Woche irgendwelche Arbeiten annehmen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Aber bald ist ja endlich Maskenmond! Dann wird das große Fest die Stadt hoffentlich in einem anderen Licht zeigen...

5. Eintrag – 22. Heilungsmond
Große Enttäuschung! Um mich auf das Große Maskenfest vorzubereiten habe ich die ganze Stadt abgeklappert, um mich dem Fest gemäß auszustatten – glaubt mir irgendjemand, dass es in der Lagunenstadt nicht eine einzige Maske zu erwerben gibt? Ich fasse es nicht! Liegt das jetzt wieder daran, daß ich als „Fremder“ keinen Zugang zu entsprechenden Kreisen erhalte? Aber alle reden doch nur davon! Diese einzige grosse Attraktion, das Volksfest, zu dem Reisende aus allen Ländern herkommen? Und dann alles „geschlossene Gesellschaft“? Habe einige starke Getränke zu mir genommen, morgen an der Universität wird es wohl eher zäh werden...

6. Eintrag – 18. Herdfeuermond
Nun sind die letzten Finanzreserven aufgebraucht – ich muß mir jetzt Geld für die Rückreise erarbeiten. Glücklicherweise bietet man mir immerhin Arbeit als Buchbinder an, so kann ich in wenigen Wochen das nötige Kleingeld beschaffen...

7. Eintrag – 5. Maskenmond
Gibt es das Maskenfest überhaupt? Die Strassen sind wie leergefegt. Immerhin blieb die Stadt in diesem Jahr vom gefürchteten Hochwasser verschont – aber die Reinigung, die die Stadt durch die Überschwemmung jedes Jahr erfährt, blieb damit auch aus. Zum Glück habe ich keine weiteren Überfälle erfahren müssen. Und diese Geschichten über „Assassinen“ - da scheint wohl doch nicht so viel dran zu sein. Vielleicht werde ich in ein paar Jahren wieder herkommen, jetzt habe ich mein Lager bei dem alten Herren im dritten Geschoss geräumt – die Kutsche wartet. Adieu, Venlona....«

Im Spiel verraten wir, wes Geistes Kind wir sind.
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Re: Vellhafener Kurier - Aktuelle Ausgaben

Beitragvon Tica » Di 01 Dez, 2015 12:44

Harmi Wirsch murmelt seufzend auf dem Weg in sein Büro: „Kein Winterfest! Das hat es doch noch nie gegeben, dass die Sonnenwende nicht gefeiert wird?“ Er betritt den Raum, lässt sich hinter seinen Schreibtisch auf dem Stuhl nieder und beginnt sogleich damit einen Artikel für ein Extrablatt des Kuriers zu schreiben:

Vellhafener Kurier
Extrablatt Winter des Jahres 995 nZ

Vellhafen trauert um zwei Bürger und zwei auswärtige Wissenschaftler
Fällt das Winterfest aus?

Keine guten Nachrichten vom Stadtrat und den Oldermännern. Wie der Kurier schon berichtete sind schon vor zwei Monden der Stadtrat Knut Hinrichsen, der Oldermann Johann Martin Tidenwater, der Archäologe Hinrich Viehmann sowie seine Ehefrau und Assistentin Katarina Ludmilla Viehmann spurlos verschwunden. Aufgrund der Sachlage zieht man in Erwägung die Personen für tot erklären zu lassen.

Bild Bild Bild Bild

Stadtrat Knut Hinrichsen, Oldermann Johann Martin Tidenwater, Hinrich Viehmann und seine Gattin Katarina Ludmilla Viehmann


Niemand weiß, was wirklich in diesem alten Piratenunterschlupf an der Steilküste geschehen ist, zu dem sich die vier begeben hatten. Der Schreiber des Stadtrates Hinrichsen wusste nur zu berichten, dass der Archäologe Viehmann sehr aufgeregt beim Stadtrat vorsprach und von einem ungeheuren Fund in einer Höhle sprach. Der Herr Stadtrat soll dann etwas von "schlimmen Auswirkungen auf Seefahrt und den Handel" gemurmelt haben und schickte nach dem Oldermann. Als Herr Tidenwater im Stadthaus eintraf begab man sich gemeinsam unverzüglich zu den alten Höhlen an der Steilküste. Von da an hat niemand mehr etwas von den vier Personen gesehen oder gehört.

Auch ein extra losgeschickter Suchtrupp blieb erfolglos. Die Stadtwache hat in einer der Höhlen lediglich einige Habseligkeiten der Vermissten sichergestellt. Es handelt sich um die Kopfbedeckung von Johann Martin Tidenwater, nämlich einen steifen schwarzen Hut, den edlen Gehrock des Herrn Stadtrat und einen Rucksack mit Utensilien, Werkzeugen und ein paar unverständlichen gekritzelten Aufzeichnungen der Ehefrau des Archäologen. Nur auf Grund dieser Fundstücke weiß man, dass die Vermissten in dieser Höhle gewesen sein müssen.

Leider wusste der Schreiber keine weiteren Details zu berichten. Diverse Mitarbeiter der Stadt- und Hafenwache haben den Fall intensiv untersucht. Trotzdem gibt es bislang keine verwertbare Spur die uns auch nur erahnen lassen würde, was mit den Personen geschehen ist. Stürzten sie in einen Abgrund in den teilweise noch unerforschten Höhlen am Steilhang? Wurden sie entführt? Oder wurden sie gar Opfer eines Mordanschlages? Diese Fragen bleiben leider bis heute unbeantwortet. Da die Positionen von Stadtrat und Oldermann besetzt werden müssen hat der Stadtrat gestern folgenden Beschluss erlassen:


Beschluss des Vellhafener Stadrates:
Vor über zwei Monden sind der ehrenwerte Stadtrat Knut Hinrichsen, unser geschätzter Oldermann Johann Martin Tidenwater und der Archäologe Hinrich Viehmann sowie seine Ehefrau und Assistentin Katarina Ludmilla Viehmann in einer der alten Piratenhöhlen an der Steilküste spurlos verschwunden. Aufgrund der Sachlage müssen wir wohl leider davon ausgehen, dass sie nicht in unsere Mitte zurückkehren werden.

Damit die Amtsgeschäfte zum Wohle des florierenden Handels und der Bürgerschaft Vellhafens erfolgreich fortgesetzt werden können, wird in Kürze ein neues Mitglied für den Stadtrat gewählt werden und auch der neue Vellhafener Oldermann bestimmt werden.

Wegen des traurigen Anlasses und aus Respekt gegenüber den vermissten Personen fällt das diesjährige Winterfest zur Sonnenwende aus. Wir bitten unsere Bürger und Gäste um Verständnis.

Nicht desto Trotz rufen wir aber dazu auf, Suchtrupps zu bilden um die Vorfälle rund um das Verschwinden der Personen zu untersuchen und aufzuklären. Es winken hohe Belohnungen und Ehrungen falls jemand zur Aufklärung der seltsamen Ereignisse maßgeblich beiträgt oder gar die Vermissten findet.

Wer sich angesprochen fühlt möge sich bei den Mitarbeitern des Vellhafener Kurier melden, dort wird die private Suche koordiniert.


Unsere Leser sind erneut aufgerufen zu helfen. Wie schon bei der Jagd auf den Mörder des Arenameisters Anselm von Lichtertann oder bei der Lösung der Rätsel rund um den Geist des Auretaniers Roland Rollo Rousseau bitten wir die Bevölkerung Vellhafens und die Gäste unserer Stadt behilflich zu sein. Die Redaktion ist davon überzeugt, dass es auch dieses Mal gelingt das Rätsel um das Verschwinden der beiden Vellhafener Bürger und Amtsinhaber und des Ehepaares Viehmann zu lösen. Wer dazu beitragen möchte möge sich bei uns melden. Jeder Freiwillige wird einem Suchtrupp zugeordnet und erhält ein paar wenige weitere Informationen, die die Stadtwache in diesem Fall zusammengetragen hat. Der Kurier setzt über die Belohnung der Stadt hinaus einen Betrag von 20.000 Gulden aus falls die Vermissten lebend gefunden werden.
Im Spiel verraten wir, wes Geistes Kind wir sind.
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