Savo Narola und seine Engel der Götter

Kaiserreich, Fürstentum Thelessa...

Savo Narola und seine Engel der Götter

Beitragvon Rob » Mo 15 Sep, 2014 02:40

Savo Narola und seine Engel der Götter


Die Ankunft
An einen ganz normalen Wochentag kommt des Nachmittags, als die Sonne ihren höchsten Stand längst überschritten hat, die reichen und wohlhabenden Vellhafener satt und zufrieden nach einem reichhaltigen Mittagsmahl ihren Mittagsschlaf halten und die Armen mit knurrendem Magen weiter schuften, ein Schiff aus Thelassa im Hafen an. Der Hafenmeister, der zu sich schon gerne selbst zu wohlhabenden Bürgern zählt, schickt einen Mitarbeiter zu diesem Schiff, er selbst ist zu träge. Von diesem Schiff steigen ein paar Personen, die die Überfahrt von Falughaven aus angetreten haben, meist arme Schlucker, die ihr Leben noch als Straßenkehrer oder Leuchtturmwärter fristen. Mit einer Ausnahme: Savo Narola, der Prediger.

Er, der als einer der besten seines Jahrganges die theologische Fakultät der Universität in Thelassa verlassen hat, fühlt sich auserwählt den Vellhafener zu predigen, dass sie innehalten sollen mit Müßiggang, Völlerei, Trunksucht, Lasterhaftigkeit , Trägheit und möchte ihnen den Hochmut und Neid austreiben.

RP vom 28.08.2014 auf der Kaianlage zu Vellhafen
Protagonisten (in der Reihenfolge ihres Auftretens):
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Der Prediger Savo Narola
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Der Büttel der Vellhafener Stadtwache Reodan
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Der Jäger Ferumir Starkbogen
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Der auretanische Adelige Conte Leandro della Viscani

Spoiler:
26.08 20:48 Savo Narola verlässt das Schiff, welches soeben in Vellhafen anlegte. Er war noch nie zuvor hier und möchte möglichst schnell zu den Vellhafener sprechen, ihre Seelen retten vor der ewigen Verdammnis. Dieser würden sie nämlich anheim fallen, durch ihre Völlerei, ihre Prunksucht und die Gottlosigkeit einiger .. davon ist Savo fest überzeugt. Da sich an den Kaianlagen viele Menschen befinden, nimmt er die Seekiste, in der seine wenigen Habseligkeiten verstaut sind, stellt sie auf und klettert darauf. Dann beginnt er zu predigen: "Höret ihr Vellhafener Bürger, höret ihr Gäste dieser Stadt. Höret ihr Seeleute. Höret, was euch ein Diener der Götter zu sagen hat, der eure Seelen vor der ewigen Verdammnis bewahren will. Sperrt eure Ohren auf und öffnet eure Herzen." Er sieht sich um, ob ihm jemand zuhört. Die meisten umrunden ganz einfach diese Kiste, auf der er steht. Nur ein paar Straßenjungen kommen näher und schauen neugierig zu.

26.08 20:55 Reodan patrouilliert gerade durch die Stadt und schaut sich aufmerksam um. Kaum etwas scheint los zu sein außer das übliche Treiben. Vielleicht sollte er an jene Orte gehen wo oft was los ist. Der Markt? Nein. Auf Diebespack ist er gerade nicht aus. So wählt der Büttel kurzentschlossen einen Weg gen Hafen. Eine ordentliche Prügelei bei Seeleuten wäre nun genau das Richtige.

26.08 20:57 Ferumir Starkbogen streunt am Hafen entlang und schaut, wie die Schiffe entladen werden. Nach der ganzen Aufregung um die falsche Nergaskirche hörte Feru die Stimme in sich, die ihm mal wieder einflüstert das Leben in der Stadt gegen einige Zeit in der Wildnis einzutauschen. Am Hafen wurde diese Stimme lauter. Ist das Fernweh? Neugierig versucht er in Erfahrung zu bringen, woher die Schiffe kommen und ob sie interessante Geschichten mitbringen. Geschichten, denen es nachzuspüren lohnt. Werwölfe im Grauland hatten ihn zwar interessiert, dich der Nergasbann hatte ihm die Lust daran genommen. Dann hört er eine eindringliche Stimme und sieht einen Prediger auf einer Kiste stehen. Noch einer? Feru seufzt. Vellhafen schien dieser Tage die merkwürdigsten Eiferer anzuziehen. Eher aus Langeweile schlendert Feru näher und hört ihm zu.

26.08 21:05 Savo Narola "So sperrt auf eure Ohren und öffnet eure Herzen. Entsagt der Völlerei. Satt werden ist genug. Wenn ihr mehr habt, als ihr zum satt werden braucht, spendet es den Hungrigen. Entsagt der Trunksucht. Gießt das Bier und den Schnaps in die Gosse oder ins Meer. Einzig ein Gläschen Wein, um das Essen herunter zu spülen, ist den Göttern wohlgefällig. Wozu braucht ihr mehr als ein Gewand? Gebt es denen die frieren. Ihr habt mehr als ein Paar Stiefel oder Schuhe? Verschenkt die überzähligen an jene, die barfuß laufen. Dann werden die Götter euch wieder lieben. Dann ist Vellhafen gottesfürchtig und ihr braucht keine Sorge haben, dass eure Seelen der ewigen Verdammnis anheim fallen. Höret ihr Vellhafener, höret auch ihr Gäste dieses Stadt. Prunk und Protz .. sind ein Klotz .. ein schwerer Klotz der euch hindert das Wohlgefallen der Götter zu erringen."

26.08 21:09 Reodan erreicht den Hafen und schaut sich hier ein wenig um. Viel ist nicht zu sehen. Die Seeleute die nicht zu geschafft von der Arbeit sind werden wohl den Plankengänger aufgesucht haben. Leis kommt ein grummelndes Geräusch von Reodan als er sich dann mit bemessenem Schritt wieder in Bewegung setzt, der Kaimauer folgend.

26.08 21:10 Conte Leandro della Viscani stolziert erhabenen Schrittes vom Hafen zurück in die Stadt, begleitet wird er dabei wie stets von mehreren seiner Leibwachen und Dienern, die dafür sorgen, dass seine Durchlaucht nicht vom niederen Pöbel belästigt wird, wünscht er doch wie immer keinen Kontakt zum einfachen Volk. Wie immer ist er in feinste Stoffe gehüllt, wenn auch von dezenten dunklen Farben, so doch von ausgesuchter und exquisiter Qualität und wie immer nach aktuellster Mode der Nuovo Imperio, hier werden keine alten Kleider aufgetragen. Schließlich erregt ein Verrückter auf einer Kiste die Aufmerksamkeit seiner Durchlaucht und er bleibt stehen, um den wahnsinnigen Worten dieser Gestalt zu lauschen.

26.08 21:13 Conte Leandro della Viscani tritt schließlich näher, während seine Begleiter ihm wie immer etwas Platz schaffen, so dass er nicht von den niederen Schichten belästigt wird, zumindest nicht allzu direkt, ganz lässt es sich auf einer öffentlichen Straße ja leider nicht vermeiden, zumindest in dieser Stadt. Abwartend verschränkt der Conte seine Arme vor der Brust und wartet ab, was dieser Mann weiter zu sagen hat.

26.08 21:15 Ferumir Starkbogen verdreht genervt die Augen, als er hört, das es mal wieder um die Prunksucht geht und will sich gerade schon wieder abwenden, als er einen Adligen und sein Gefolge bemerkt, der ebenfalls dem Eiferer zu lauschen schien. Das könnte nun doch noch spannend werden. Feru grinst und verschränkt abwartend die Arme vor der Brust.

26.08 21:19 Savo Narola sieht einen der ihm verhassten Adeligen mit Gefolge. Genau wie in Auretanien, schießt es ihm durch den Kopf. Arrogant, mit Prunk und Protz. Anklagend zeigt er mit dem Finger nicht auf ihn, aber vage in dessen Richtung. "Jene, die prunksüchtig sind. Die hoch erhobenenen Hauptes auf andere herabschauen, jene die befehlen, die sollen in sich gehen. Sie werden der ewigen Verdammnis anheim fallen, sie werden von Dämonen gequält werden, Adler werden an ihrer Leber fressen und kein Trost wird ihnen zuteil werden. Eitelkeit, Prunksucht und Arroganz .. das ist nicht das, was die Götter von uns Sterblichen sehen wollen. Lasst ab von solch Verhalten, öffnet eure Ohren und eure Herzen und gebet den Armen. "

26.08 21:23 Reodan erblickt nach einer Weile einen laut rufenden Mann auf einer Kiste. Er grinst und tritt etwas näher. Ja das sieht vielversprechend aus. Doch noch beobachtet er, vor allem wegen dem edlen Mann vor dem Prediger. Doch noch ein amüsanter Abend. Und wer weiß was sonst noch kommen wird.

26.08 21:27 Ferumir Starkbogen 's Grinsen wird breiter, als der Eiferer sich auch sogleich auf sein Opfer einschießt. Es könnte wirklich interessant werden, auch wenn Feru damit rechnet, das der Adlige diesen dreckigen Ort schnell verlassen wird, besonders wenn er so deutlich angegriffen wird. Oder würde er seiner Leibwache befehlen den Eiferer zu verprügeln?

26.08 21:27 Conte Leandro della Viscani muss leise lachen, ist doch der goldene Adler das Wappentier des Nuovo Imperio und es ist offenbar für ihn ein absolut abstruser Gedanke, genau jenes Tier zu erwählen, jenes erhabene Tier, um es gegen den höchsten Stand der Gesellschaft zu richten. Schließlich ist es der Conte höchstselbst, der auf den Mann auf der Kiste zeigt. "Wer seid Ihr es, dass Ihr es wagt Euch in Eurer ganzen widerlichen Arroganz zum Sprecher der Götter emporzuheben? Seid Ihr ein Priester, ein Verkünder? Ihr wagt es anderen Arroganz vorzuwerfen und doch seid genau Ihr selbst es, der sich hier auf einer Kiste über uns alle erheben will, der allen anderen seine Ansichten aufzwingen will. Ihr seid nichts weiter als ein Hochstapler, der sich versucht an das einfache Volk anzubiedern. Doch von den Göttern wisst Ihr nichts."

26.08 21:33 Ferumir Starkbogen hält die Luft an, als der Blaublütige zur Gegenrede ansetzt. Er ist also doch nicht von der Sorte, die sich einfach arrogant abwendet. Vielleicht ging es dem Eiferer doch noch an den Kragen? Hatte Feru sich gerade noch abwenden wollen? Die Unterhaltung versprach einen überaus spannenden Abend

26.08 21:35 Reodan lacht leis. Zwei Streithähne die sich das gleiche vorwerfen. Na das wird sicher lustig.

26.08 21:37 Savo Narola antwortet sanft, sehr sanft. Dennoch klingt seine Stimme fest: "Ich bin kein Hochstapler. Ich bin Theologe und habe mein Studium als Bester meines Jahrganges absolviert. Denn ich war demütig und fleißig und habe, wann immer ich konnte, die heiligen Schriften studiert, mit meinen Professoren diskutiert und die Tempel besucht. Alle Prüfungen habe ich abgelegt und ihr behauptet ich weiß nichts von den Göttern? Die Götter haben mir diesen Weg gewiesen, ich habe es geträumt und meine Professoren haben meine Träume gedeutet und mir aufgetragen nach Vellhafen zu gehen. Und hier zu predigen. Ich bin kein Hochstapler, ich bin ein Diener der Götter der helfen will. Helfen will, Seelen zu retten vor der ewigen Verdammnis und der Wanderung zwischen den Welten."

26.08 21:46 Conte Leandro della Viscani schmunzelt wieder und nickt leicht, als würde er sich durch die Worte des Mannes auf der Kiste nur noch bestätigt fühlen. "Und Eure Rede ist der beste Beweis für Eure eigene Arroganz. Ich gratuliere Euch jedoch sehr dafür, dass Ihr der Beste Eures Jahrgangs wart und freue mich auch, dass man jemanden wie Euch trotz Eurer abstrusen Gedanken noch Eintritt in die Tempel gewährt, so ist vielleicht für Eure eigene Seele noch nicht alles verloren. Doch solltet Ihr Euch statt Eurer Träume mehr auf die heiligen Schriften konzentrieren, zumindest das solltet Ihr bei Euren Studien gelernt haben. Denn sonst ist es Eure eigenen Seele, die vor der ewigen Verdammnis steht. Denkt an meine Worte, Prediger, denkt vor allem an sie, bevor Ihr das nächste Mal einschläft. Vielleicht führt Euch dann die Erkenntnis wieder auf den rechten Weg, selbst wenn Ihr sie nur in Euren Träumen erlangt..."

26.08 21:49 Ferumir Starkbogen zieht überrascht eine Braue in die Höhe. Jetzt wurde es spannend "Jetzt beginnt der Adel schon Vorträge über Arroganz zu halten, muss sich den Pöbel aber mit mehreren Schergen vom Leib halten. Da wird doch der Bock zum Gärtner gemacht" er lacht laut auf

26.08 21:55 Conte Leandro della Viscani ignoriert den lachenden und tuschelnden Pöbel vollkommen, einzig und allein der Mann auf der Kiste scheint sein Interesse auf sich zu ziehen, warum auch immer.

26.08 21:57 Savo Narola 's Stimme wird noch sanfter: "Eure Beleidigungen verzeihe ich euch. Wahrscheinlich lerntet ihr es nie anders. Ich lernte auch mit anderen zu reden ohne beleidigen oder eigene Unzulänglichkeiten dem anderen zuzuschreiben. Ich verzeihe allen, denn ich bin nur ein kleiner Mensch, ein kleiner Theologe, ein kleiner Prediger. Aber die Götter .. die werden euch nicht verzeihen, wenn ihr euch über andere erhebt. Wenn ihr launige Reden führt um euer eigenen schlechtes Gewissen über gottloses Leben zu besänftigen. Wie gesagt, wenn .. ich weiß nicht ob ihr das tut, denn ich kenne euch ja nicht. Aber falls ihr es tut .. haltet ein damit. Ihr gefährdet sonst eure Seele denn der Zorn der Götter wird fürchterlich sein. " Dann wendet er sich ab von Gockel. Nichts anderes war dieser Adelige für ihn. Ein aufgeblasener Gockel der glaubte, wenn er im Tempel ein paar Gulden spendet, würden ihm alle Sünden von den Göttern vergeben. Er dreht sich zu den Straßenjungen um und ruft: "Ihr da, ihr Kinder der Götter. Seid gottgefällig und ihr werdet belohnt werden. Sehr reich belohnt, so ist die Prophezeiung. Also öffnet eure Ohren und eure Herzen und wartet ab. Bald, schon bald werdet ihr belohnt und erhöht werden."

26.08 21:58 Reodan streckt sich einmal und wartet einen Moment. Dann tritt er näher heran. "Heda! Dies ist ein Hafen und kein Forum für Podiumsdiskussionen. Wenn ihr über sowas reden wollt macht es gefälligst woanders. Hier müssen noch genug Leute arbeiten und ihr blockiert den Weg! Also macht gefälligst Platz hier." Wobei er eindeutig beide Gestalten anspricht. "Oder wollt ihr das die Wache dafür sorgt das ihr woanders viel Zeit habt fürs reden?"

26.08 22:03 Savo Narola nickt dem barschen Büttel sehr freundlich zu. "Mein Herr, sehr wohl. Wenn ihr meint ich stehe hier im Weg, dann mache ich ihn frei. Vielleicht wisst ihr einen Platz wo ich die Bevölkerung und die Gäste Vellhafens ansprechen und auf den rechten Weg führen kann, ohne zu stören? " Er steigt ohne Widerspruch von der Kiste, schultert diese und wartet auf die Antwort des Mannes von der Stadtwache.

26.08 22:03 Conte Leandro della Viscani scheint es nicht gewohnt zu sein, selbst auf diese Art und Weise ignoriert zu werden, so entgleisten seine Gesichtszüge für einen sehr kurzen Augenblick, ehe er sich wieder fängt und amüsiert schmunzelt. Er spricht kurz mit einem seiner Diener und schickt diesen zu dem Mann auf der Kiste. Er selbst wendet sich wieder von dem Schauspiel ab, er hatte genug gesehen und gehört, auch Reodan schafft es nicht einen Funken Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, denn seine Durchlaucht und sein Gefolge ziehen schon wieder von dannen. Einzig der Mann auf der Kiste bekommt von einem Diener ein einfaches Kärtchen zugesteckt, nichts weiter als das. Doch den Conte interessiert das schon längst nicht mehr, er lässt die Szenerie einfach hinter sich.

26.08 22:06 Ferumir Starkbogen ist enttäuscht. "Und wenns spannend wird, muss einer kommen und den Spaß verderben" Mit gekrauster Stirn schaut er was der Lakai des Adligen da auf der Kiste macht. Würde er den Eiferer nun schlagen? Feru tritt einen Schritt vor um notfalls eingreifen zu können

26.08 22:09 Conte Leandro della Viscani Der Diener des Contes zieht sich nach dem Erledigen seiner Aufgabe alsbald zurück und schließt sich wieder dem Gefolge an.

26.08 22:10 Reodan grübelt kurz. "Mhm..." Dann nickt er verstehend. "Na dann such mal den Park. Da kannste labern so viel du magst so lang du nich zu laut bist.. Alterchen." Grinsend beobachtet er dann wie der Adel fortzieht. "Wusst ichs doch. Feiges Pack der Adel."

26.08 22:12 Savo Narola schaut irritiert auf das Kärtchen, was der Diener des Gockels ihm reicht. Er wirft einen flüchtigen Blick darauf und reicht es dann kurzer Hand an einen der Straßenjungen weiter, die nun näher herangerückt waren. Einer der Knaben flüstert ihm was in Ohr, worauf er nickt und sich an Reodan wendet: "Die Kinder werden mich hinführen. Habt Dank, der Herr." Er verbeugt sich und geht mit den Straßenjungen los. Zum Stadtpark.

26.08 22:15 Reodan grinst zufrieden und geht ruhig weiter. "Bitte gehen sie weiter. Es gibt nichts zu sehen!"

26.08 22:19 Savo Narola geht, mit den Straßenkindern angeregt plaudernd, die ihm nun auch helfen die Kiste zu tragen und die eigenartiger Weise an seinen Lippen zu hängen scheinen, geradewegs zum Park.

26.08 22:22 Ferumir Starkbogen seufzt, als er erkennt, das der Spaß nun vorbei ist. Er wirft dem Büttel einen kritischen Blick zu, dann schaut er lange dem Eiferer nach. Von dem würde sicher noch mehr zu hören sein. Er kommt gerade zur rechten Zeit in die religiös verunsicherte Stadt. Feru verlässt den Hafen und geht zu seiner Unterkunft zurück

Erste Erfolge
Savo Narola weilt nun schon einige Tage in Vellhafen und ist sehr zufrieden mit seinen Erfolgen. War es erst nur eine Handvoll Kinder, die während seiner Predigten an seinen Lippen hing, so wuchs diese Gruppe, die Savo seine "Engel der Götter" nennt und ihnen immer wieder eine bessere Zukunft verspricht, inzwischen um mehr als das vierfache an. Nun sind es nicht nur Kinder, sondern auch ein paar Jugendliche und ein paar junge Erwachsene, die ihm auf Schritt und Tritt folgen, seine Kiste tragen und sich zum Zeichen der Zugehörigkeit ebenfalls alle mit den gleichen einfachen hellbraunen Kutten bekleiden, wie auch Savo sie trägt.

Die hiesige Zeitung, der Vellhafener Kurier hat auch schon über ihn berichtet und wenn Savo Narola seine Predigten hält, hören ihm etliche Leute zu. Das Gold, das brave Bürger seinen "Engeln der Göttern" in die Sammelkörbe aus Stroh legen, mit denen sie die Reihen der Lauschenden abschreiten, gibt er dafür aus, seine "Engel" zu speisen und neu Rekrutierten eine Kutte zu kaufen. Ab und verkauft er auch für größere Goldbeträge Ablassbriefe zur Vergebung der Sünden.

Verärgert hingegen hat ihn das Gebaren eines älteren Nergariten, dass er beobachten durfte. So predigte dieser ebenso wie Savo, dass man den Armen geben möge. Das gefiel! Dann aber lud er eine verführerische Schönheit aus dem Süden zu einem Besuch in den Tempel der Heiligen Nergaskirche ein. Zunächst nichts Verwerfliches, möchte man meinen, hätte ihm nicht einer der Engel, der den beiden gefolgt war und im Tempel ein Gebet abgelegt hatte, berichtet, dass jener Prediger sich mit der Dame zu einem netten Plausch mitten im Tempel auf zwei Stühle gesetzt und dort mit ihr sogar Rotwein getrunken hatte. Man stelle sich das vor! Einen geweihten Ort, der dem stillen Gebet und der Zwiesprache mit den Göttern gewidmet ist, so zu zweckentfremden. Ein Tempel ist doch kein Gasthaus! Savo kommt ein solches Gebaren mehr als falsch vor und so nimmt er sich vor, bei nächster Gelegenheit ein Gespräch mit einem maßgeblichen Geistlichen der Nergariten zu führen und zu klären, ob ein solches Verhalten bei einem Nergariten tolerierbar ist.
So if you've never been frog kissing
Then you don't know what you've been missin',
There's a wealth of opportunity under each and every log.
And if you've never been charm-breakin',
Then you've never been handsome prince makin'.
You've got to slow down, turn around, bend down,
Kiss you a frog!
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