Es gibt auch Leute, die eben nur an wenigen Tagen im Monat mal die Zeit finden ihre Chars etwas in die Uni zu schicken. Dann widerum ist man allerdings froh, wenn man die Zeit auch optimal nutzen kann. Ich würde mich niemals als Powergamer bezeichnen. Das Aktivieren und Steigern von Fertigkeiten, sowie das Sammeln von EP verläuft bei mir nach einem klar definierten, für jeden Char individuellen, rollenspielerischen Konzept, an das ich mich selbst sehr strikt halte. Meine Chars haben keine Fertigkeiten, die sie nur brauchen, um ZBs zu bestehen oder irgendwelche Schuppen zu finden.
Wenn meine Chars reisen, dann aus einem bestimmten RP-Grund. Meist sind sie eher längere Zeit an einem Ort und arbeiten. Seltener dann eben auch mal solche Zeitabschnitte, wo ich ausreichend unverplante Freizeit finde, um ihr Level zu steigern. Das jetzt eingeführte System bewirkt bei mir also folgendes:
Während der durchschnittliche Powergamer in seiner Entwicklung leicht eingeschränkt wird, die Begrenzung aber wahrscheinlich im Normalfall voll ausnutzt, entfällt bei mir die Chance meine EP zu steigern, wann und wie ich es will, die durch zeitliche Einschränkungen ohnehin schon erschwert ist.
Also was geschieht hier? Es ist erneut der Versuch jene Spieler, die das Spiel scheinbar nicht im Sinne der Spielmacher spielen, auszubremsen. Den Nebeneffekt, dass auch jeder andere Spieler davon betroffen ist in Kauf zu nehmen, das würde ich mir eigentlich zweimal überlegen. Der Powergamer wird weiter machen und andere Wege finden.
Der Rollenspieler ist eher geneigt aufzugeben. Wieso? "Reicht ihm denn nicht das Rollenspiel?", könnte man fragen.
Würde es dem RPler in Antamar aber nur ums Rollenspiel gehen, könnte er auch überall anders RP machen, dafür gibt es im und außerhalb des Internets sicher genug Plattformen. Scheinbar hat also auch das Fundament, welches das Spiel bietet, hier einen Einfluss. Ich persönlich beziehe gerne spieltechnische Ereignisse und Begegnungen ins Rollenspiel mit ein. Sie passen bei Antamar meist ganz gut und bringen Vielfalt.
Diese Reglementierungen überzeugen mich nicht. Ich verstehe ihre Intention und halte diese nicht für allzu verkehrt, aber die Methoden, die hierbei angewendet werden, sind meist unausgereift und treffen selten genau ins Ziel. Mir scheint auch, dass man im Team in dieser speziellen Hinsicht sehr vorschnell reagiert.
Fast alle Probleme, die in letzter Zeit mit Änderungen auftraten, waren in meinen Augen meist voraussehbar, hätte man das Szenario im Kopf mehrmals durchgespielt. Hier scheint mir doch, dass man durchaus lieber Entwicklungen in der Richtung langsamer vorantreiben sollte, um sie mehrfach zu prüfen, wie es ja mit allen anderen Entwicklungen im Spiel auch geschieht, was in meinen Augen wieder sehr richtig ist.
Ich lese im Forum auch immer öfter folgenden Satz: "Wer nichts macht, soll auch nicht meckern" [inhaltlich]
Ich beteilige mich nicht durch Programmieren, ZBs oder Queste schreiben oder in sonstiger Form aktiv an der Spielentwicklung. Dennoch: Ich spiele das Spiel. Ich gebe Rückmeldung. Das ist genauso ein Beitrag zur Entwicklung. Ein sehr wichtiger sogar, der hier oft verkannt wird. Jeder, der das Spiel spielt, gibt z.B. eine erste wichtige Erkenntnis ans Team: Man spielt die Testversion. Offenbar auch mit viel Freude und ich auf jeden Fall auch mit viel Dankbarkeit für dieses schöne Angebot in der ansonsten eher stumpfen Welt der Online-Rollenspiele.
Genug jetzt, ehe ich gedanklich ganz abschweife. Ich versuche mich noch an einem Schlusswort.
Antamar wird entwickelt. Wir alle sind Teil der Spielelandschaft. Möge das A-Team stets den rechten Weg finden, um soviele wie möglich von uns glücklich zu machen, darum bitten wir. Jetzt und auch morgen noch. Und manchmal, ja da jammern und mosern wir, denn unser Tippfinger ist stark, unser Geist aber schwach
MfG Platinum