Ich denke auch, die Frage nach Amazonen assoziiert bereits das bestehende Bild der kriegerischen Frauen. Wenn jemand nach Orks fragt, wird auch niemand darin das liebevolle Volk von kuschligen Erdwesen sehen um es mal überspitzt auszudrücken.
Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner begrenzten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen!
Es geht hier aber um Amazonen. Es geht um die Idee, die die Mehrheit der Menschen von Amazonen hat. Mit der Frage nach Amazonen ist ganz sicher auch vom A-Team genau diese Assoziation gemeint. Wäre sie nicht gemeint, denke ich,wäre nach einem Frauenvolk gefragt worden, das nicht unbedingt nur kriegerisch sein muß. Denn es ist doch so, daß das bekannteste nunmal die Amazonen sind in der Hinsicht. Oder wer weiß schon, daß China einstmals matriachalische Züge hatte, oder Burma (Myanmar) heute noch und es auch in den Anden Völker mit solchen sozialen Anteilen gibt?
Wie schon Metfred sagte und ich auch nochmal aufgriff: was Andres kann ja gern dazukommen, sollte aber dann auch anders heißen.
Und ich habe eben auch gesagt, daß das real geschichtliche mal dahingestellt sei, was bedeutet, daß es sich daran nicht misst (wäre im übrigen sehr schwierig, denn es weiß keiner, was die Amazonen nun wirklich waren...), sondern daß das hier unserer Vorstellung dieses kriegerischen Frauenvolkes entspricht.
Magier sind ja auch zaubernde Menschen, Zwerge sind kleine Tunnelgräber und Elfen haben spitze Ohren. Begriffe müssen doch nicht zwangsläufig neu besetzt werden, nur weil man es könnte.
Seit ich ca 8 Jahre alt war, ist mein Vater mit mir in den Sommerferien nach Griechenland gefahren. Dort habe ich- quasi "vor Ort" - die "Sagen des klassischen Altertums" gelesen. Ergo hieß mein erstes "Zusammentreffen" mit den Amazonen "Herakles bei" denselben. Hab vergessen was er dort wollte. Später habe den DSA-Klassiker "Die Göttin der Amazonen" gespielt. Weitere DSA Informationen folgten. In neuerer Zeit gabs einen Dokumentation im TV, mit der Aussage: "Nichts Genaues weiß man nicht." Für mich muß ich schon sagen, daß die "Aventurische" Amazone mein Ideal ist. Ich glaube C und E entsprechen dem am ehesten.
Leider hab ich versehentlich für C und F gestimmt! Asche auf mein Haupt und möge es richtig gewertet werden.
Ich finde "E" am besten, da in diesem Essay der bisher ausgearbeitete Hintergrund anderer Reiche mit einbezogen wird. Das trägt mE zu einem Runden Bild der ganzen Welt Antamar bei - und dieses Ziel sollten wir doch irgendwie im Auge behalten, oder?
Ich finde auch, dass man zumindest einen Mix aus den Assoziationen, die an Amazonen geknüpft werden, und neuen Ideen machen sollte. Leider fehlt mir gerade die Zeit, um mir alle Texte durchzulesen, werd ich aber bis zum 17. noch nachholen. Sollen die Amazonen dann auch ein eigenes Reich bekommen und wenn ja, wo würde das liegen?
Ich finde man sollte nachwievor eines nicht außer Acht lassen:
Ascanio erwähnte die Stimmigkeit mit dem Spielhintergrund. In Antamar herrscht nachwievor Geschlechtergleichberechtigung und ob je ein klassisches Patriarchat existiere, ist mir nicht bekannt. Mindestens eine der Möglichkeiten aber bezieht sich auf ein solches. Der Kanon des Welthintergrundes sollte allerdings Vorrang haben. Vielleicht sollte bei nächster Gelegenheit einmal darüber geredet werden, wie es zur Geschlechtergleichheit in Antamar kam, also ob es schon immer so war oder einst ein Patriarchat existierte z.B. Denn wenn die Amazonen jetzt eingeführt werden, egal in welcher Form, wird dieses Thema im Rollenspiel durchaus wichtig sein können und in meinen Augen auch werden.
Wenn z.B.. wie in Eurebyas Kinder. die Männer nur zum Kriegsdienst verpflichtet waren seinerzeit, würde das den Gedanken der Gleichberechtigung ja ad absurdum führen bzw. nahelegen, dass dort eine Entwicklung/Veränderung stattgefunden hat.
Spoiler:
"Oh Manny! Wie Zynisch! Was ist bloß passiert, dass du deine Lebensfreude verloren hast?" "Ich bin gestorben!"
Die Karikatur ist eine Huldigung, welche die Mittelmäßigkeit dem Genius darbringt. Oscar Wilde