Ich versuche mich mal an einer Antwort, um dir zu erklären, warum die Dinge hier so sind, wie sie sind, und was vielleicht noch aussteht, weil das Spiel eine Entwicklungsversion ist, die noch nicht ein fertiges Spiel darstellt.
Der Sinn des Spiels ist es, mit anderen zusammen zu spielen und seinen Spaß zu haben. Das gründet schon in der Historie des Pen&Paper-Rollenspiels, welches in der Regel immer mehrere Mitspieler erforderte und noch nie so angelegt war, dass man es allein spielen konnte - wie bei Mensch-ärger-dich-nicht. Pen&Paper wird hier durch den Chat ersetzt - ob nun im Straßengeplauder, in einer Gaststätte, oder in einem Ordenshaus. Hier kannst du über Würfel und Ansagen von Erschwernissen auch Kämpfe austragen, die nicht in einer Tabelle sofort das Ergebnis anzeigen. Hier kannst du in selbstgestaltete Abenteuer einsteigen, oder du kannst selbst als Meister andere Mitspieler durch ein Abenteuer führen. Du kannst dort auch sterben, wenn du willst, krank werden, oder zu einem großen Helden aufsteigen. Deiner Fantasie sind dort keine Grenzen gesetzt. Wer möchte, kann sich seinen Heldenbogen sogar ausdrucken und dann am Tisch in guter alter Pen&Paper-Manier seinem Spieltrieb in einer Spielerunde fröhnen. Antamar will also bewusst kein reines Computerspiel sein, dass nur auf einen Solo-Spieler ausgelegt ist - wobei nicht gesagt ist, dass wir etwas gegen Solo-Spieler haben, sondern auch für diese einige Anreize schaffen.
Nun kann man sich aber vielleicht nicht so häufig mit seinen Mitspielern treffen, um in einer Spielrunde ein Abenteuer zu bestreiten, wie man gerne möchte. Um diese Zeiten zu überbrücken, gibt es z.B. Berufe. Dort kann man seine Chars zur Arbeit schicken, während man schläft, selber arbeitet, oder aus anderen Gründen keine Zeit hat, um ein RP zu machen. Die Berufe im Rathaus bringen einem etwas Geld und man kann dieses Geld einsetzen, um in einer Schule, einer Universität, bei einem Lehrmeister etwas zu lernen, oder einen Orden zu gründen, sich etwas zu kaufen, etc. Die Berufe sind jedoch nicht dazu da, sich innerhalb von 10 Minuten einen unermesslichen Reichtum anzuschaffen, der das Wirtschaftssystem des Spiels in ein Chaos stürzen würde. Sie sollen auch keine EP-Schleudern sein, mit denen man in einem Monat seinen Char ausgelevelt hat.
Eine andere Frage ist natürlich, was man in der Zeit machen kann, in der man sich zur Arbeit verpflichtet hat und somit auch dazu, seine Gesundheit und Arbeitskraft zu erhalten - womit gleichzeitig arbeiten und in der Arena kämpfen, oder einen Lehrmeister besuchen ausgeschlossen sind. Hier gibt es einige wenige Angebote und Ansätze, die noch vervollständigt werden sollten, um Spielern, die online sind Alternativen zu bieten. Eine Alternative ist die Auftragbörse, die es schon in einigen Städten gibt. Woanders gibt es wohl eine Medizinische Fakultät (Nathania), oder - für die krimminellen Chars - die Gosse. Außerdem gibt es ortsgebundene Quests. Einige dieser Sachen kann man während der Arbeit machen, andere stellen eine "echte" Alternative dar. Um mehr davon zu bekommen und somit mehr Abwechslung ins Spiel zu bringen, sind aber Programmierer gefragt, oder Leute, die bereit sind und Zeit haben, sich in AOQML einzuarbeiten. Wenn du dich zu dieser Gruppe zählst, dann kannst du dich hier einbringen und mithelfen, das Spiel "sinnvoller" zu gestalten.
Was den 3-Minuten-Takt der Tage betrifft, so hatten wir früher mal eine Umfrage gehabt, in der sich die Meisten für diese Taktung ausgesprochen haben. Das beruhte wohl darauf, dass man beim gemeinsamen Reisen dann noch genug Zeit hatte, um sich mit den anderen Mitspielern, über die Ereignisse des Reisetages auszutauschen. Manchmal gibt es auch längere ZB, für die man schon fast drei Minuten braucht, um sie gründlich zu lesen. Zwischendurch werden die ZB auch von Quests unterbrochen, für die man auf jeden Fall länger als drei Minuten braucht, bis man sie gelesen und gespielt hat. Und zu guter Letzt wollten einige ihre Chars wohl auch lieber auf eine längere Reise schicken, als sie in der Stadt arbeiten zu lassen, weil die Reisen mehr freie EP bringen als die Arbeiten.
Es ist dann auch immer die Frage, wieviel Vorteil soll jemand haben, der den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als Antamar zu spielen und sich durch das Spiel zu klicken. Dabei sind sich die meisten Spieler wohl einig, dass derjenige, der häufiger und länger online ist, einen Vorteil haben soll, um EP zu sammeln und seinen Char damit schneller auszubauen. Andererseits kann es aber auch nicht Sinn sein, die zu bestrafen, die nicht soviel Zeit haben, sondern sich hier nur einmal in der Woche zu einem RP mit anderen treffen. Also stellen hier viele Dinge einen Kompromiss dar, mit dem man leben muss. Wer jedoch nicht mit Kompromissen leben kann, der wendet sich schließlich von Antamar ab - es gibt ja auch Spiele, die ich langweilig finde und daher auch nicht spiele und das wird wohl jedem so gehen.
Was die Krankheiten betrifft, so ist es nicht ausgeschlossen, dass es welche in Antamar geben wird. Aber es wird sicherlich einen großen Aufschrei geben, wenn diese zu einer unendlichen Reihe an Rast-Tagen führen, weil sie nicht sofort behandelt wurden. Für dich wäre das Spiel dadurch spannender, für andere wäre es eine neue Schikane, weil sie dann ihren Char - oder sogar die ganze Gruppe - nicht einfach so auf eine längere Reise schicken könnten. Die einzige Möglichkeit, die mir einfällt, lange Wartezeiten auf Reisen zu vermeiden, wäre es, wenn man die Krankheiten als Quest zwischen die ZB schiebt, so dass die Zeit und die Reise weiter läuft, während das Spiel auf die Entscheidungen des Spielers wartet, um danach die restlichen Reisetage anzuzeigen.
Wenn bei den zu lernenden Sonderfertigkeiten - worunter auch die Kampfmanöver fallen - nichts angezeigt wird, dann besitzt du entweder nicht die erforderlichen Voraussetzungen, oder du hast nicht genug Geld, oder dir fehlen die notwendigen EP, um die Sonderfertigkeit zu erlernen. Hast du diese Sachen (Voraussetzungen, Geld, EP) zur Verfügung, dann erscheint auch ein Button, mit dem du die Sonderfertigkeit erlernen kannst.
Ich hoffe, dass ich dir bei einigen Fragen helfen konnte.