neonix hat geschrieben:Gibt es genügend Interesse am geruhsamen Landleben, um den Aufwand der Programmierung zu rechtfertigen?
Das verlangt wohl am ehesten nach einer Umfrage. Wobei ich nicht wüsste, ob ich jetzt einen Charakter löschen wollte, nur um einen Bauern zu erstellen. Zumal man ja auch das irgendwie spannend gestalten muss. Es muss eine Mehrzahl an Events geben, die passieren können (Händler kommen, Ernteausfälle, Hilfskräfte benötigt, die angeheuert werden müssen, Stürme, Schutzgelderpressung, wasweißichnichtnochalles, Praktisch eine eigene ZB und Quest-Kategorie für Bauernhöfe).
neonix hat geschrieben:Wo und wie wird Land erworben oder gepachtet?
(Freie) Städte könnten das Grundrecht an dem sie umgebenden Land haben und im Rathaus Pachtrechte verkaufen. An bereits fertigen Höfen, oder auch an noch vollkommen unbearbeiteten Landstrichen, sodass der Spieler selbst alles aufbauen kann. Es sollte fernerhin die Möglichkeit geben, auch als Orden entsprechende Orte zu pachten. Und sie sollten begrenzt sein (Nicht mehr als x Höfe, relativ zur Stadtgröße und der sie umgebenden Region). Ebenso sollten die Anbaumöglichkeiten den regionalen Beschaffenheit angepasst werden. Mitten in ner Wüste kann man vielleicht keine Wollschafe züchten.
In von Adel geführten Landstrichen sollte die Vergabe hingegen über die Hauptstadt laufen. Aber ebenso über das Rathaus, es muss ja nur eine Abfrage vorgeschaltet werden, für welche Region man sich interessiert. Dabei handelt es sich allerdings nur um einen Storyaspekt, für eine leichtere Umsetzung wäre es vollkommen in Ordnung das überall in den Städten zu machen, nur in Adelsprovinzen eben einen Satz einzubauen, dass man mit dem Vertreter des Königs/Herzogs/Wasauchimmer spricht.
Es wäre auch denkbar, dass man Spielern erlaubt wild Land in Besitz zu nehmen (frühe USA - es ist dein, was du bestellen kannst, auf der Basis der Lockeschen Eigentumskonzeption). Dann fiele natürlich der Schutzaspekt weg, den man durch eine nahe Stadt hat und der Spieler müsste zusätzlich eigenständig Söldner anheuern (die er besser auch bezahlen kann...). Das ließe sich über dieselbe Funktion Regeln. Man ist im Rathaus: Ach, das gibt es, aha, das auch noch, hm, und das. Ach, da, ganz unten "Diese Wucherer können mir gestohlen bleiben, ich suche mir einfach ein schönes Fleckchen zwischen hier und dort." Zugriff auf den Hof dann jeweils von der Stadt aus, aufgelistet unter anderes.
neonix hat geschrieben:Was passiert, wenn der Held seinen Bauernhof länger nicht betreut?
Sollte man das Bauerndasein satt haben und sich wieder anderen Dingen zuwenden, braucht man entweder jemanden, der den Job übernimmt (Siehe Orden sollten auch Höfe kaufen dürfen), oder man muss einen NPC einstellen, der die Verwaltungsarbeit übernimmt. Dazu wird eine Umfangreiche Liste möglicher NPCs per Zufall durchforstet, man erhält mehrere Vorschläge (entweder direkt als Liste oder einen nach dem anderen) und erhält per Probenabfragen (Handel, Menschenkenntnis, andere) mehr oder weniger Informationen über die Personen. Verzichtet man auf einen Verwalter, geht der Hof in die Binsen und muss dann später neu aufgebaut werden. Aber auch Verwalter können Probleme verursachen. Sie sollten bestimmte Fähigkeiten haben, die sie besonders einsetzen, wodurch sich bestimmte Dinge am Hof verbessern und andere verschlechtern. Ich bin grundsätzlich gegen perfekte Verwalter. Mögliche Hofzustände könnten sein: Viehvermehrung, Nutzpflanzenvermehrung, Sicherheit, Gebäudezustand, Personalverwaltung. Ein Verwalter würde dann Faktoren zwischen 0,3 und 1,7 (irratisch gewählt, kein Sinn dahinter) für jedes der Felder mitbringen und die Dinge entsprechend verändern. Als Spieler erfährt man dann, wie's gelaufen ist, natürlich erst wenn man wieder mal vorbeikommt. Sollte es perfekte Verwalter geben (=durchschnittlicher Faktor 1), dann sollte es auch Blender geben, die nur mit sehr hohen Probenerschwernissen zu erkennen sind, aber ansonsten vollkommen kompetent wirken, aber den Hof praktisch ausnehmen...
Bei den obigen Ideen handelt es sich um das Ergebnis eines wertungsfreies Brainstormings und sie haben keinen Anspruch als echte Vorschläge, die ich unbedingt umgesetzt sehen möchte. Ich höre jetzt auch besser auf, bevor ich mich in dem Thema verrenne, und wende mich wieder meinem Questenkonzept zu.