Mi 05 Nov, 2008 10:56
Ja ok, aber welcher Gott ist dann für die Barden selbst zuständig. Die können ja auch mal sterben.
Mi 05 Nov, 2008 10:59
Îch weiss nicht ab das ganz hier hineinpasst, aber wenn die Barden praktisch für das "Überleben" der Helden nach dem Tode zuständig sind, würde sich doch so etwas wie eine "Barden-Akademie" anbieten?
Mi 05 Nov, 2008 11:05
Nej, da bin ich strikte dagegen. Skaldentum wird von den Skalden persönlich an ihre Lehrlinge weitergegeben...
...das sollte nicht einfach jeder machen können.
Mi 05 Nov, 2008 11:07
Hab ich mich etwas falsch ausgedrückt, ich meine eher so einen Ort, wo die Barden/Skalden sich zusammenfinden und Erfahrungen/Geschichten austauschen. Etwas in der Richtung.
Mi 05 Nov, 2008 11:14
Einmal in Jahr stattfindenden Skalden Fest, wo die Skalden ihre Songs zum Besten geben, wo viel getrunken und gefeiert wird und die besten Lieder belohnt werden? Ja, das wäre nicht schlecht. Die Veranstaltung sollte auch einen besonderen Namen haben.
Mi 05 Nov, 2008 11:16
Dafür wäre das Thing da. Wenn die Goden im Godenthing ihre Politik und Kernthemen diskutieren, könnten die Skalden das Event nutzen, um Geschichten und Gesänge auszutauschen. Das wiederum gefällt mir sehr gut so...
Mi 05 Nov, 2008 11:30
olcapone hat geschrieben:Dafür wäre das Thing da.
Danke!

Das Wort habe ich gesucht und konnte mich um nichts in der Welt daran erinnern.
Do 06 Nov, 2008 01:52
Ich finde das schon zu abstrakt.
Immer wieder tauchen hier Leute auf, die sich am germanischen Glauben orientieren und hoffen, so etwas ähnliches als Nordmann hier spielen zu können... warum sollte nicht der nordahejmsche Glaube dies wiederspiegeln?
Natürlich nicht 1:1, aber in Ansätzen zumindest. Zum Beispiel darin, dass es die Kriegerkultur einfach den Tapferen ermöglicht, im Kampf zu sterben und dann in die Götterstadt einzuziehen, statt durch (bspw. oberdämliche, tückische, mörderische oder sonstwelche) Taten nur im Gedächtnis zufällig anwesender Barden weiterzuleben, bis diese einen neuen "besseren" Helden besingen.
Platz für andere, fantastischere Glaubenssysteme ist auf Antamar genug, doch sollte gerade die Kulturen, die als Orientierung für Neulinge dienen können, eher nachvollziehbar sein und "bekannte" Strukturen aufweisen. Das gemranisch orientierte System schließt nicht aus, dass Barden zur Bekanntheit eines Helden beitragen und diesem vielleicht ins "Jenseits" mit mehr Geltung einziehen lassen. Aber das andere System schließt einen wirklich konsistenten Glauben aus, denn es macht von anderen Menschen abhängig.
Do 06 Nov, 2008 07:47
Es gibt kaum eine Kultur, welche so sehr von ihren Heldenepen lebt, wie die nordische. Selbst die Götter wirken bei den Nordmännern zum Teil eher als bessere Helden denn Götter. Daher würde ein solcher Glauben den Epen erst einen Platz einräumen, welcher Heldenepen verdienen. Es ist ja auch nicht Kern der Sache, episch zu sterben. Man will ja auch schon zu Lebzeiten besungen werden.
Wir haben ja sogar Skalden, und nicht nur Barden, gerade weil Heldenepen und Heldengesänge eine hervorragende Bedeutung haben!
Fr 07 Nov, 2008 09:42
Im germanischen Glauben gab es aber nur das Totenreich der Göttin Hel. Zuerst war dies noch ein Ort, an dem das Treiben einfach weiterging. Dort gab es ebenfalls Kämpfe sowie Gelage. Eigentlich kein Unterschied zu dem früheren Leben. Dann mit dem Mythos von Balders Tod - dem Tod eines Asen - durch die List von Loki, wurde es etwas düsterer. Es war dann eher das Schattenreich, wo die Toten mehr oder minder lethargisch auf Ragnarök warteten. Die Vorstellung von Walhall entstand erst viel später durch die Barden und Schreiber der Heldenepen. Sie war regional begrenzt - also nicht überall be- oder anerkannt - und wahrscheinlich eher eine litararische Ausschmückung zu Ehren der Krieger bei Hofe, als ein wirklicher Glaube, den die "einfachen" Kämpfer praktiziert hätten.
Wir können natürlich diese Idee von Walhall aufgreifen und hier umsetzen, aber dann verlieren die Nordahemjr meines Erachtens nach an Spielmöglichkeiten, denn dann dürfte keiner mehr aus Kämpfen fliehen, sondern müsste bis zum letzten Blutstropfen kämpfen - und auch aus der Gefangenschaft dürfte er sich nicht mehr freikaufen oder freikaufen lassen. Das waren aber Dinge, mit denen die Wikinger kein Problem hatten. Auch das listenreiche Vorgehen - erst durch Handel die Gebräuche der Fremden auszukundschaften, um sie später an einem Festtag, wenn alle unvorbereitet sind, zu überfallen - fällt dann weg. Geht man aber davon aus, dass die Nordahemjr sich weniger Gedanken um das Leben nach dem Tod gemacht haben, sondern ihnen ihr leibhaftiges Leben mehr wert war, haben sie in jedem Kampf die Wahl und können selbst abschätzen, ob sie es vorziehen, gegen eine Übermacht an Feinden zu sterben und besungen zu werden, oder ob sie fliehen, um in einem späteren, zweiten Anlauf z.B. die Stadt zu erobern und aufgrund dieser erfolgreichen Heldentat besungen zu werden. Ich räume ein, dass sie natürlich dann von den Skalden in gewisser Weise abhängig sind. Doch ist das nicht eine gegenseitige Abhängigkeit? Was wäre ein Skalde, der keine Helden besingen könnte? Schließlich wird auch sein Name auf ewig mit der der Geschichte des Helden verknüpft bleiben, den er so hervorragend besungen hat, denn die Heldenepen galten nebenher ja auch als Lehrwerke.
Fr 07 Nov, 2008 10:45
aber dann verlieren die Nordahemjr meines Erachtens nach an Spielmöglichkeiten, denn dann dürfte keiner mehr aus Kämpfen fliehen, sondern müsste bis zum letzten Blutstropfen kämpfen - und auch aus der Gefangenschaft dürfte er sich nicht mehr freikaufen oder freikaufen lassen.
Das finde ich eher nicht, da es wohl eher das Ziel eines Nordhejmr ist, möglichst viele Heldentaten zu vollbringen. Also wird er auch alle Möglichkeiten nutzen seinen Göttern möglich lange im Leben erhalten zu bleiben.
Ganz einfache Schlussfolgerung....je mehr Heldentaten--> desto mehr Gesänge über seine Taten-->desto mehr Ehre nach dem Tode
Fr 07 Nov, 2008 10:53
Richtig, aber dann muss man es von den Heldengesängen abhängig machen und nicht von einer göttlichen Belohnung wie Walhall. Walhall war ja nur für die Tapfersten gedacht und nicht für Flüchtende.
Fr 07 Nov, 2008 11:06
Auch das lässt sich doch lösen^^ Je mehr Gesänge über die eigenen Heldentaten, desto näher darf man bei den Göttern am Kopfe der Tafel sitzen und ihnen bei den Trinkgelagen zuprosten.^^
Fr 07 Nov, 2008 12:17
Genau.
Das ist, was ich meinte: Nicht ein Ausschließen eines der beiden Konzepte, sondern ein Verbinden beider.
Ich muss dabei eben auch die potentiellen Spieler betrachten, und diese haben sicherlich einen greifbareren Zugang zum Spiel, wenn der Glaube ihnen Wiedererkennungspunkte bietet.
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