Mir geht es um die Gewichtung der Erfahrungspunkte, die ich aus Zufallsbegegnungen ziehen kann. Ich kann dort kein überzeugendes System erkennen, das die Erfahrung in die Abhängigkeit von der Herausforderung setzt und entsprechend antrengungsabhängig belohnt. Es wirkt oft willkürlich, als ob jeder ZB-Schreiber nach Gutdünken verführe. Ein paar Beispiele von Proben und anschließenden Belohnungen, alle von einer Reise:
Spoiler:
Zählt die Anzahl der Proben auf verschiedene Talente als besonderer Erfolg? Nicht zwingend.
Zählt ein hoher Probenaufschlag als Ausweis der Könnerschaft und wird entsprechend belohnt? Nicht zwingend.
Geben niedrige Probenaufschläge immer wenig EP und hohe Probenaufschläge immer viel EP? Nicht zwingend.
Wird zwischen exotischen und alltäglichen Fertigkeiten unterschieden und die EP-Vergabe entsprechend in Abhängigkeit gebracht? Nicht zwingend.
Wird das Gelingen höher bedacht als das Misslingen? Nicht zwingend.
Es ist ein mal so, mal so. Es ist nicht konsistent, der spielmechanische Belohnungseffekt ist regellos. In der Summe scheinen die Hirne der antamarischen Helden einem sehr eigenwilligen Muster zu folgen, wenn sie Lerneffekte generieren.
Meckern ist leicht, sinnvolle Verbesserungen vorzuschlagen, schon schwieriger, sie schließlich auch umzusetzen, die hohe Kunst. Ich versuche mich wenigstens an einer Anregung und möchte, sofern es denn überhaupt gewünscht ist, auch mithelfen.
1. Damit sich das Problem nicht fortsetzt, sollte den Schreibern künftiger ZB eine Hilfestellung geboten werden, die ihnen Orientierung bietet, in welchem Rahmen Erfahrung für welche Anstrengungen ausgeschüttet wird. Ich denke an ein Tarifstufensystem, das den Ertrag balanciert an den Aufwand bindet. Deckelt das die Fantasie? Das wäre schlimm, aber mir geht im Moment nicht auf, warum das in dieser Härte der Fall sein sollte. Die Schreiber setzen ganz normal ihre ZB zusammen, verteilen zum Abschluss die Erfahrung für die jeweiligen Möglichkeitsstränge aber anhand einer abgestimmten Übersicht, die statt Willkür ein Belohnungssystem mit Maß schafft.
Ein Vorschlag (ein Vorschlag, nur ein Vorschlag, nur ein Vorschlag):
Pro Probe werden EP berechnet. Die EP stehen im Verhältnis zum Probenaufschlag. Damit aus einer ZB nicht gleich 40 EP herausspringen, hegt man mögliche Erfahrungsexplosionen mit Leistungsintervallen ein, etwa in der Form:
Probenaufschlag 0-5 = 1 EP
Probenaufschlag 6-10 = 2 EP
Und so weiter, also alle 5 Punkte Probenaufschlag ein zusätzlicher Punkt EP. Das könnte wie folgt aussehen. Der Held schwimmt durch einen Fluss mit mäßiger Strömung (Schwimmen +3 ) und hangelt sich an einer herabhängenden Liane empor (Klettern +6), um den bösen Blutfischen zu entkommen. Gehen wir mal davon aus, es gelingt, dann erhält er 3 EP.
Falls sich überhaupt Einigkeit unter uns Definitionsfeilschern herstellen ließe, was ein gewöhnliches und was ein exotisches Talent sei, ließen sich letztere auch noch mit Extrapunkten berechnen.
2. Sollte die Idee eines Belohnungssystems denn auf Anklang stoßen, müssten auch die alten ZB auf Stimmigkeit abgeklopft werden. Der einfachste Weg bestände darin, einfach alle Widerspruchsfälle von Spielern melden zu lassen, wenn sie denn eintreten. Wir spielen weiter, wie gehabt, und wem etwas unterkommt, meldet das. Die entsprechenden Threads im Mitarbeitsteil des Forums müssten nur um den Zusatz erweitert werden, ZBen müssten nicht neu geschrieben, schon gar nicht verworfen werden, allerdings gegebenfalls mit neuen Zahlwerten bei der EP-Vergabe versehen werden. Ich helfe gerne mit, ich spitze gerne weitere Leute zur Mitarbeit an.





