Sobald jemand über Anliegen, Lösungen, Vorteile, Nachteile und Fakten diskutieren will und damit vielleicht Denkanstöße für das A-Team sammeln will, kann ich gerne wieder brav an den Tisch zurück kehren.
Ich habe das Thema hier eher nur passiv verfolgt, finde den Ansatz aber sehr gut. Ich habe mir beim Lesen die ganze Zeit nicht nur gedacht, dass hier eine Schlammschlacht um Sein oder Nichtsein geführt wird, sondern dass es die Diskussion doch eigentlich auch die Chance bieten würde, das Spiel für alle oder zumindest möglichst viele Gruppen zu verbessern. Der Vorschlag, eigene Rollenspiel-Chars angelegen zu können (die dann nicht auf Level 0 starten müssen) ist doch eigentlich ein gutes Beispiel dafür, dass wir am Ende eine Lösung haben könnten, die nicht nur die Frage, ob mehrere Accounts zulässig sind, löst, sondern die Frage der Accounts insgesamt auch besser an die verschiedenen Spielstile anpasst.
Vielleicht wäre es aus diesem Grund gut, hier zunächst einmal die verschiedenen Interessen zu sammeln um dann zu schauen, wo es tatsächlich unlösbare Widersprüche gibt, und wo man verschiedene Anliegen durchaus miteinander vereinen kann, wenn man über neue Lösungen nachdenkt.
Ich versuche mal, eine kurze Übersicht zu machen, helft mir bitte, nachdem ich sicher viel übersehen habe. Und bitte nicht falsch verstehen: mit ist bewusst, dass das nur eine grobe Einteilung ist, die sich aus meinem subjektiven Bild der letzten Seiten ergibt. Änderungen und Verbesserungen sind sehr gerne gesehen -> im Moment geht es mir aber nur darum, mal die verschiedenen Interessen zu sammeln und Punkte, an denen evtl. Kompromissmöglichkeiten bestehen könnten. Wertungen u.ä. sind hier fehl am Platz, die Annahme ist, dass im Moment alle Spielstile gleichberechtigt neben einander stehen, solange das A-Team nichts anderes sagt und d.h. alle legitime Wünsche und Befürchtungen haben (ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu Hippie-like

)
Die RollenspielerInnenInteresse an vielen verschiedenen Chars; spielen auch Anti-Helden; kein Interesse an Bestenlisten o.ä. -> muss jeder Char bei jeder Sonderaktion was abbekommen, oder würde z.B. auch ein Plättchen pro Account reichen?
Was spricht gegen den Vorschlag, das normale Char-Maximum durch eigene RP-Chars zu ergänzen? Könnte man solche RP-Chars so gestalten, dass sie RollenspielerInnen attraktiver wären als der 10. "normale" Char?
Die AbenteurerInnenInteresse an mittel vielen Slots, um die klassische Heldengruppe abdecken zu können und alle Questen und Facetten von Antamar kennen lernen zu können; keine Powergamer, Turniergewinne usw. werden aber dennoch angestrebt, schließlich spielt man ja einen Helden, der auch mit besonderen, individuellen Erfolgen aufwarten können soll -> Wie sehr wird das eigene Spiel durch Mulitaccounts gefährdet? Könnte man dem beikommen, indem z.B. zahllose Chars erlaubt, der "Handel" zwischen diesen aber beschränkt ist? Reichen die bisherigen 3 Slots aus, um die klassische Heldengruppe (bzw. die Differenzierungen, die das System bei Questen u.ä. trifft) abzudecken? Könnte eine Lösung darin bestehen, dass man die Vorteile, die jemand durch mehr Chars haben kann, dadurch kompensiert, dass auch einzelne Chars mehr Möglichkeiten für episches Handeln (Questen statt Sonderaktionen, viel Ruhm statt viel Geld,...) bekommen?
Die SuperheldInnenVon denen einen als "Powergamer" verschrieen, von den anderen als gefinkelte, intelligente Optimierer bewundert; ein Hauptchar (max. 2) genügt völlig, schließlich kann ja auch nur einer an der Spitze der Bestenliste stehen; andere Chars sind aber zum Teste und Ausprobieren evtl. interessant; Tendenz dazu, möglichst alle Spielfunktionen für den eigenen Vorteil auszunützen, dementsprechend große Angst davor, dass jemand anderes das auch machen, dabei aber die Regeln missachten könnte -> Wie könnten Kompromisse für diese Fraktion aussehen? Gibt es hier Dinge, die man verbessern könnte um "Powergamern" entgegen zu kommen (oder bietet der Testserver genug Möglichkeiten zum Testen)?