Ich habe zwei davon zunächst in "Notizen" stichpunktartig dokumentiert um mich erinnern zu können, bis es irgendwann in eine eigene Geschichtenerzählung auswuchs. Jetzt bin ich bei beiden an einem Punkt, wo sie ihre "Jugend" (einmal wörtlich, einmal nicht) hinter sich haben und in das echte Heldenleben einsteigen. Reif genug also, um deren erste Kapitel abzuschließen.
Nr.1 - Gaston von Landsbach
(Konnte mich letztendlich nie für ein einzelnes Schwert entscheiden)
Spoiler:
--- Beschränkungen und Anmerkungen---
- Der Charakter fokussiert sich inselbegabungsartig fast ausschließlich auf das Steigern von Zweihandklingen, kampfrelevanten Attributen und auch noch etwas Körperbeherrschung und Akrobatik, sowie natürlich anwachsende Reisetalente wie Geländelauf, Kochen 10, etwas Jagd, Kräuter und Pflanzenkunde. Keinerlei Wildnisleben, Orientierung und nur wenig Sinnesschärfe (6). Keine Zivilisationstalente außer Lehren höher als 6. Ebenso mit Wissen außer etwas Pflanzen- und sonst Kriegskunde. Sprachen außer Muttersprache wenn möglich nichts, sonst bis 6. Kein Handwerk.
- Als weitere Regel für den Charakter ist es ihm außerdem verboten Auftragsbörsen zu nutzen und in irgendeiner Form in Städten zu arbeiten, außer als Zweihandschwertlehrer ab FeW30. Das hieß unter anderem, dass alle Ausrüstung besonders am Anfang nur durch Reiseglück, Zufallskämpfe und Söldnerlager verdient werden konnte, was ihn häufig zum mittellosen Vagabunden zurück degradierte. (Riesenschwerter sind teuer, und Raufen darf kaum gesteigert werden) Gerade das war aber unglaublich viel Spaß. Man fühlt sich, als hätte man jeden Fortschritt und besonders das Endresultat wirklich verdient. (Wer schonmal Kenshi gespielt hat, wird es verstehen.)
- Als Vorbereitung auf benutztes Vokabular unten, verstehe ich außerdem das Spielsystem in einer Art Übersetzungesform von früherem DSA, wo es etwa für bestimmte Talentwerte gewisse Titel gab (Junggeselle, Altgeselle, Meister, etc). Da Antamar vernünftiger Weise breitere Werte hat, ist ein neuer Rang alle 5 FeW anstatt in DSA 3 TaW erreicht. Für Kampf bekommt man so ein Glossar:
(1-5) Dilletant, Hobbyist - "Hat es schon mal gemacht"
(6-10) Rekrut, Miliz, Stadtgardist, Wehrpflichtiger - Grundausbildung absolviert
(11-15) Soldat - Standard für einen Hauptberufler
(16-20) Veteran, professioneller Söldner/ Doppelsöldner - Mehrjährige Praxis oder besonderes Talent
(21-25) Junger Meister, Ausbilder, Korporal(durch Waffentalent) - Hat sämtliche Grundlagen verinnerlicht und zu natürlichen Reflexen gemacht
(26-30) Meister (DSA "Großmeister" ist kein guter Rang) - Übersteigt die Basis durch einen charakteristischen Stil und Einbindung scheinbar kampfferner Talente
(31-35) Vollendung, Wahrer Meister - Stile sind ebenfalls so umfassend studiert, dass ein gehobenes Verständnis zum wahren Kern der Waffenkunst erwächst
(36-40) ?Legendär? - Spoiler
(41+) ??Übermenschlich erscheinend?? - [?clas#sifFiePd]
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Meisterungstagebuch - "Auf dem Weg zu FeW xy"
FeW 2:
Zwerge erschlugen in Gaston's Beisein mehrere Orks bei Eisentrutz und überließen ihm den Verkauf der Beute, damit er Nachricht über den Orkvorstoß überbringt. Gaston tauschte diese gegen ein Riesenschwert und zog damit Richtung Santo Tiberio, um sich wie gewünscht als Doppelsöldner durchzuschlagen. Hier nahm man ihn zunächst als Tross, doch angedacht seiner hochwertigen Waffe, Plattenhandschuhe und sonst passabler Ausrüstung, ließ der Feldwebel eine Position als herkömmlicher Söldner zu.
A/P 8/4, 3W+5, Rüstungsgewöhnung I
FeW 6:
Gaston behauptete sich überraschend gut. Obwohl in ihm noch immer die Einstellung vorherrschte, dass Kraft und Improvisation alles waren das zum Waffentalent gehört, konnte er in der Tat etwa 3 von 4 Übungskämpfen gewinnen und auch in Schlachten seinen Sold verdienen. Dennoch kam es eventuell zu einer Schlachtenniederlage, und ständiges Gelächter seiner Mitsöldner aufgrund seiner inexistenten Grundlagen nagten schließlich doch an ihm. So zog es ihn nach Sinada, wo eine stangenwaffenorientierte Schule ihm anbot die seiner Waffenwahl verwandte Haltung beizubringen. Nun wusste Gaston darum ständig entweder die Waffe zwischen sich und den Gegner zu bringen, oder anderweitig eine Bedrohung durch Haltung zu forcieren. Korrekte Basishaltung war erreicht, Theorie von Bedrohlichkeit verstanden, aber gute Schwünge waren ihm noch fremd.
A/P 10/6, 3W+5
Bedeutende Ereignisse:
Spoiler:
FeW 12:
Der Erfolg im nächsten Söldnerlager von Arilla war unberechenbar. Obwohl seine Haltung noch fundamental war, machte Talent, Kampfinstinkt und fanatische Motivation genug wett, um nicht nur in Übungskämpfen fast unbesiegt zu sein, sondern auch in mehreren Scharmützeln mit dem Feind, und sogar einer Übermacht bei einem Wagenüberfall hervorzustechen. Über die 12 Perioden der Verpflichtung kulminierte diese Erfolgssträhne schließlich in 3 konsekutiven Schlachterfolgen. Obwohl die Schlachten selbst unentschieden ausgingen, blieb Gaston in seiner Einheit jedes mal der letzte stehende Kämpfer und überwältigte stets 2-3 von 3 Angreifern selbst. Da solche heldenhaftes Kampfgeschick und Entschlossenheit unweigerlich zu tuschelnden Mythos im Lager wurden, veranlasste der Obrist Regimentskommandant schließlich eine bronzene Ordensverleihung vor aller Augen.
Spoiler:
...Gleich jedoch nach diesem Gipfel von Erfolg und Glück, folgte der Absturz. In einer weiteren Ausscherung wurde Gaston ob seines stolz am Bande präsentierten Ordens von mehreren feindlichen Veteranen herausgepickt und vom Rest der Streitmacht separiert. Er wurde überwältigt, geriet in Gefangenschaft und wurde sämtlichen Habes beraubt.
Erneut beschmäht es nicht mit echten Doppelsöldnern aufnehmen zu können, suchte Gaston die Regionen um Santo Tiberio nach geeigneten Lehrern ab. Jemand musste ihm helfen ein System für die immer noch improvisierten Schwünge seiner unkonventionellen Waffenwahl auszuprägen. Letztendlich schluckte er seinen Stolz herunter, und begann eine herkömliche Soldatenertüchtigung in Lago Alto. Wiederholte stumpfe Schläge ohne Raffinese, Grandiosität oder Heldenaura. Eingeübt tausende Male. Die Bewegungen eingemeiselt in Knochen und Muskeln; natürlich gemacht wie der Atem.
A/P 13/9, 3W+5
Ereignisse:
Spoiler:
FeW 16:
Nach lauteren Diensterfolgen als endlich legitim ausgebildeter Söldner in Vallerica, Dextruna und bei der Bauerverfolgung durch den Fürsten von Montellon, häuften sich die Reichtümer schnell auf über 200 Gulden in der Vellhafener, als auch etwa 100 Gulden in der Imperialen Handelsbank. Gaston musste erfahren dass allmähliche Fortschritte viel zäher darin waren zu Erfolg zu führen, als die großen Heldentaten des letzten Jahres. Obwohl er sich dieses Mal keinen Orden und damit großes Ansehen vor dem Regiment verdiente, sah sein persönlicher Erfolg wesentlich höher aus. Durch viele voluntäre Missionen und fast Unbesiegtheit in den Übungskämpfen konnte ihm auch niemand Feigheit oder Inkompetenz nachsagen.
Nun war es Zeit den Refenzen zu folgen und der Empfehlung nachzukommen und seine viel zu große Waffenwahl doch bis zum Doppelsöldner Standard in Santo Tiberio zu entwickeln. Hauptmann Javier von der Fremdenlegion respektierte unkonventionelle Kampfstile und fokussierte sich darauf Gastons solide Grundpositionen und nun reichlich vorhandene Felderfahrung durch systematischen Schwächenausgleich zu einem Ganzen zu formen. Angriffe durch extrem nahes Handgemenge z.B. schienen Gaston immer noch zu überraschen, sowie unehrenhafte Kampftaktiken.
In allem zusammen vermischt, sollte sich bereits nach so kurzer Zeit die Technik eines Kriegsveteranen aushärten. Nicht unerwartet, gegeben der natürlichen Begabung, die Gaston demonstriert hatte. Obwohl Lehrer und Familie immer noch die Meinung hielten, dass er in konventioneller Waffenwahl weitaus größere Erfolge sehen würde, und sein Talent dadurch verschwendete, unterstützte Javier dennoch seine Ambitionen und Romantik.
A/P 15/11, 3W+5, Aufmerksamkeit, Ausweichen 1
Bedeutende Ereignisse:
Spoiler:
FeW 22:
Gaston's Bestreben als Doppelsöldner akzeptiert zu werden wurde erneut zurückgedrängt als mehrere Camps und Söldnerregimente ihm aufgrund seiner exzentrischen Waffenwahl verboten aufzusteigen. Die zwei Orden und unzähligen gewonnenen Übungs- und Schlachtkämpfe bewiesen zwar die klare Annerkennung und den Respekt, den Gaston sich verschafft hatte, jedoch gehörte zu den Anforderungen einer Doppelsöldnereinheit mehr eine Art von Verlässlichkeit; - die Sicherheit eine Mission mit einem bestimmten Ergebnis und berechenbar möglichen Rückschlägen ohne Katastrophen abschließen zu können. Dies war eine Aufgabe in der traditionelle Schildträger oder sogar defensivere Zweihandkämpfer den Vorteil hatten, wohingegen Gaston's spektakuläre Waffenwahl und der dadurch erzwungene Kampfstil zwar öfter obsiegen mochte, aber auch sehr fehleranfällig war.
Nachdem ihm in Westendar anscheinend niemand mehr richtig weiterhelfen konnte, verbrachte Gaston etwas Zeit dabei sich in Waldheim von einer anderen Sorte Kultur beraten zu lassen. Die von den Elfen beeinflusste unkonventionelle Kampfweise half ihm ein paar defensive Lücken zu schließen, aber vor allem verhalf sie ihm den Lawinenstein eines noch später reifen sollenden Verstehens ins Rollen zu bringen: Die Annerkennung von Mobilität und Reichweite im Kampf. Langsam schlich sich in Gaston die Erkenntnis ein, dass seine spezielle Waffenwahl, die nur gelegentliche Angriffe erlaubte, sich mehr als andere Stile, wenn nicht sogar ganz und gar auf Mobilität verlassen musste. Endlich schien sich ein Weg Richtung eines Meisterpfads zu öffnen. (FeW->18, Raufen 10->12, Körperbeherrschung 4->13)
Spoiler:
Zurück in Santo Tiberio bestieg Gaston endlich das angestrebte Schiff und landete in der Haupstadt des Sawajidden Kalifats Kalibah. Dank der orientalischen Einflüsse und realistischen sehr variablen Fronterfahrung, denen man hier ausgesetzt war, wurde in dieser Region an mehreren Orten die mittelländische Kampfkunst durch ihre lokalen Vertreter wesentlich liberaler und experimentierfreudiger gelehrt. Hauptmann Javier hatte recht mit seiner Einschätzung, dass Gaston's Riesenschwert wenn irgendwo dann hier die besten Chance hatte zu reifen, und so zeigten sich im nahen Rashed Reprim in unverhofft kurzer Zeit auch schon rasante Fortschritte, nachdem Gaston's Studium ihn beflügelte den hiesigen Ausbilder komplett zu dominieren.(FeW->20, 3W+5->3W+6)
Spoiler:
Folgend sah sich Gaston sehr interessiert nicht nur den mittelländischen Kampfstil weiter zu schärfen, sondern auch die lokale Kampfweise, die er hier beobachtet hatte kontern zu lernen. Ähnlich wie bei den Elfen, wurde im Kalifat eine wesentlich beweglichere und fließendere Praxis verfolgt. Obwohl es an der Umsetzung echter Mobilität noch erheblich mangelte, war Gaston's Intuition richtig, als nach dem Überkommen einiger anerkannter lokal angerühmter Kämpfer in der Haupstadt Kalibah selbst endlich den jungen Meisterrang erreichte, und nun genausogut einem Angriff trotzen wie ihm gänzlich entgehen konnte. (FeW->22, Ausweichen 2)
Spoiler:
A/P 18/14, 3W+6, Ausweichen 2, Raufen 12
[Fortsetzung nächster Post - 10 Anhanglimit erreicht]

