Anmerkung zum Kräuter und Nahrung im Winter sammeln (nicht, daß ich hier die Programmierer mit unnötiger Komplexität entmutigen will oder so

)
Ich geh auch im Winter auf Heilpflanzensuche, da finden sich beispielsweise Schlehen, Brombeerblätter, diverse Baumharze und Flechten, selbst Kräuter kann man den gesamten Winter über finden, beispielsweise Schöllkraut an sonnigen und felsigen Berghängen, auf denen kaum Schnee liegenbleibt oder Efeu an Mauern und Bäumen.
Mit Wurzeln dagegen wirds bei Schneelage und frostigem Boden recht schwer, ich habs diesen Winter ausprobiert, bin mit Schaufel und Pickel losgezogen und wollte eigentlich Nachtkerzenwurzeln ernten - war nicht möglich, ich hab zwar irgendwie geschafft, den Boden nach stundenlanger Arbeit aufzubrechen, aber von den Wurzeln keine Spur - und dabei wußte ich, wo in etwa die Wurzeln zu finden sein müßten! Als der Schnee dann endlich weg war und der Boden wieder zu bearbeiten war, hatte ich gesehen, warum ich keine Wurzeln fand - ich hatte mich nur 20cm neben den begehrten Wurzeln in den Boden gehackt!
Wenn ich mir nun vorstelle, ich renne als Abenteurer von Ort zu Ort und kenne die Sammelstellen demzufolge nicht, dann wirds sogar noch schwieriger mit den Wurzeln - unter der Schneedecke gibts nämlich keine Hinweise, wo die guten Wurzeln denn so im gefrorenen Boden stecken könnten! Selbst bei Disteln wirds schwierig, trotzdem diese meist vertrocknet über den gesamten Winter an ihrem Platz stehen bleiben - nur ist die Schneelage meist höher, wie die Disteln, der Schnee deckt alles zu. Da müßte man schon mehr als Glück haben, um da die richtige Stelle zu finden, insbesondere, wenn man die Gegend nicht wie die eigene Westentasche kennt.
Auch die Unterscheidung von Nahrungspflanze, Heilpflanze und Giftpflanze ist schwierig - Einbeere galt im Mittelalter beispielsweise noch nicht als giftig, sondern als gute Vorbeugung vor ansteckenden Krankheiten. Sie wurde deshalb auch Pestbeere oder Pestblatt genannt. Brombeeren wiederum sind als Früchte eine gute Nahrung, die Blätter als Tee dagegen wieder gut bei Blasenerkrankungen und Erkältungserkrankungen, also eindeutig Heilpflanze. Noch schwerer machts einem die Eibe, deren Früchte eine sehr Vitamin C-reiche Kost darstellen, deren andere, nichtroten Teile jedoch schwere Herzarrhytmien und letztendlich ab einer gewissen Menge den sicheren Tod bringen. Bei etlichen Pflanzen sollte man wissen, wie man sie zubereiten muß, damit sie bekömmlich werden, gibt Zubereitungsarten, die selbst aus tödlich giftigen Pflanzen nen prima Gemüse machen (eine der bekanntesten Pflanzen dieser Gruppe wäre der Maniok).
Nun haben wir jedoch in Antamar nicht nur Menschen, sondern Orks, Elfen und was weiß ich noch alles für unterschiedliche Nacktaffen ... und alle diese Arten können ganz unterschiedliche Giftresistenzen aufweisen. Ein Halbork kann also das Berserkerkraut prima futtern und bekommt dadurch nur mehr Kampfkraft, während ein Mensch danach erstmal mit Schaum vorm Mund und tollwutähnlichen Symptomen behandelt werden muß, wenn er den Genuß überleben will
Und damit nicht genug ... es gibt Gegenden, da findet man im Sommer nix mehr, weil alles Totentanz und vertrocknet ist ... da kann man dann wirklich nur noch nach Wurzeln buddeln gehn. Dafür ists dann im Winter schön grün, weils da viel regnet (Im RL ist Spanien und Nordafrika dafür ein gutes Beispiel). Im Urwald dagegen haben wir zumindest auf der Erde ganzjährig ein gleichmäßig angenehmes Klima (wir Menschen hätten da nie rausgehen sollen! Er hiesige Winter hier ist einfach nur Menschenquälerei!), wo man wirklich zu jeder Zeit Blüten, unreife Früchte und reife Früchte findet - oft sogar am selben Baum!
Also man kann das mit den vier Jahreszeiten, den Klimazonen und dem, was man findet, bis ins Unendliche kompliziert machen ...
Also ... wie komplex soll das Thema werden?
(Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht krumm, daß ich den Rastfehlerthread für lange Vorträge hijacke ...

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